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Zuschlag für 'Microsoft' - 'Magneti Marelli' sauer
Bei 'Magneti Marelli' in Mailand stößt die Entscheidung der FIA, dass 'Microsoft' ab 2008 der Elektronikpartner der Formel 1 ist, auf Unverständnis
(Motorsport-Total.com) - Die FIA hat nach der Sitzung des World Councils am Mittwoch in Paris bekannt gegeben, dass das amerikanische Softwareunternehmen 'Microsoft' den Zuschlag für die Herstellung einer einheitlichen Formel-1-Elektronik für alle Teams von 2008 bis 2010 bekommen hat.

© Red Bull
Bei 'Magneti Marelli' konnte man die Entscheidung der FIA nicht verstehen
Die Ernennung des Softwareriesens löste großes Erstaunen aus - gefolgt von den obligatorischen 'Microsoft'-Witzen. Die Entscheidung der FIA sorgte gerade in Italien aber auch für völliges Unverständnis. Während sich 'Microsoft' in fremdes Terrain hineinbewegt, blieb der Branchenprimus im Motorsport, 'Magneti Marelli', außen vor.#w1#
Die Italiener sind nicht nur mit Ferrari eng verbunden, sondern beliefern auch Renault, beide Red-Bull-Teams und Midland mit der Fahrzeugelektronik. Um den Zuschlag für die einheitliche Steuereinheit ab 2008 zu erhalten, legte man die Bemühungen gar mit denen von 'PI Research', ehemals zu Ford gehörend, zusammen.
Gebracht hat es nichts, was in Mailand für Unmutsäußerungen sorgte. "Die Allianz mit der britischen Firma 'PI Research' erlaubt es 'Magneti Marelli', ein ordentliches Angebot bei der FIA abzugeben", erklärte Andre Versteeg, 'Magneti Marellis' Motorsportchef, in der 'Gazzetta dello Sport'. Technisch sei man exzellent gerüstet, "und auch das kommerzielle Angebot war den Anforderungen angemessen".
Warum man in Paris den Zuschlag der Bewerbung von 'Microsoft' gab, kann man in Mailand nicht nachvollziehen. "Es scheint, als hätte die Föderation bei ihrer Wahl eine andere Art von Logik angewendet", fuhr er fort. Für 'Magneti Marelli' gehe es jedoch auch ohne Formel 1 im Motorsport weiter.

