GP Japan

Japan-Donnerstag in der Analyse: War Red Bull dominanter als McLaren?

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Hamilton: Kein Frust nach China +++ Doohan: Andere Fahrer tun sich auch schwer +++ Norris: Red Bull war viel weiter vorne +++

13:00 Uhr

Feierabend

Vor Ort ist es bereits 20:00 Uhr, und damit endet unser heutiger Liveticker auch. Morgen melden wir uns bereits um 04:30 Uhr MESZ in unserem Session-Ticker zum ersten Training in Suzuka zurück.

Heute geht es für euch wie angekündigt noch weiter mit der Liveanalyse zum Medientag auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Folgenden Themen haben Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll geplant:

-Tsunoda statt Lawson: Reaktionen
-Norris: Nur McLaren hat zwei gute Fahrer
-Ferrari nach Disqualifikation
-Fragen der Kanalmitglieder

Viel Spaß also mit den Kollegen, vergesst euren Wecker nicht und bis morgen!



12:53 Uhr

Wo sind Tsunodas Vorgänger gelandet?

Wusstet ihr eigentlich, dass es in der Geschichte von Red Bull bislang erst einen einzigen Fahrer gab, der gleich in seinem ersten Rennen für die Bullen auf das Podium fahren (und sogar gewinnen) konnte?

Wie unter anderem auch Pierre Gasly bei seinem ersten Red-Bull-Rennen abgeschnitten hat, das erfahrt ihr in dieser Fotostrecke:


Fotostrecke: Wie Red-Bull-Fahrer bei ihrem Debüt mit dem Team abschnitten


12:43 Uhr

Gasly drückt Tsunoda die Daumen

Der Franzose verrät, dass er mit seinem ehemaligen Teamkollegen telefoniert habe, nachdem dieser zu Red Bull befördert wurde. Er selbst gesteht, dass sein eigener Aufstieg zu den Bullen damals nicht wie erhofft funktioniert habe.

Doch Tsunoda habe "die Erfahrung und den Speed", um es zu schaffen, so Gasly, der betont: "Ich habe ihm immer den Rücken gestärkt. Ich bin zwei Jahre lang mit ihm und gegen ihn gefahren. Ich habe seine Geschwindigkeit gesehen."

"Ich habe schon damals gesehen, wozu er fähig war", erinnert er an die gemeinsame Zeit bei AlphaTauri und erklärt: "In all diesen Jahren habe ich immer gesagt, dass er ein extrem schneller Fahrer ist."

Trotzdem wisse er aus eigener Erfahrung, dass es bei Red Bull "etwas komplizierter" sei. "Ich wünsche ihm einfach nur das Beste", so Gasly.


12:27 Uhr

Die Bilder des Tages ...

... findet ihr natürlich auch heute wieder in einer eigenen Fotogalerie bei uns. Klickt euch jetzt durch die besten Schnappschüsse aus Suzuka:


Fotos: F1: Grand Prix von Japan (Suzuka) 2025



12:20 Uhr

Doohan: Team ist zufrieden mit mir

Der Alpine-Pilot steht in den Medien unter besonderer Beobachtung, darüber haben wir ja auch vorhin noch einmal gesprochen. "Wichtig ist die Meinung des Teams", stellt der Rookie selbst dazu jedoch klar.

Und er versichert: "Die Ingenieure und alle waren sehr zufrieden. Vor allem mit dem Rennen in China. Es war stark. Die Strafe war natürlich schade, aber die Jungs waren sehr zufrieden mit der Verteidigung - und mit dem Renntempo im Allgemeinen und den Ergebnissen."

"Letzten Endes müssen wir, Pierre [Gasly] und ich, einfach ein Wochenende zusammenbringen und versuchen, ein paar Punkte zu holen. Das ist im Moment das Wichtigste", so Doohan.

Das würde auch ihn persönlich dann wohl etwas aus der Schusslinie nehmen.


12:05 Uhr

Leclerc: 2024 "sogar noch schlechter"

Größere Sorgen als die bereits angesprochene Disqualifikation bereitet dem Ferrari-Star die grundsätzliche Pace Ferraris: Zwar habe man am Shanghai-Samstag "einen großen Schritt gemacht - besonders im Sprintrennen mit Lewis", so Leclerc.

"Am Sonntag hingegen war es wieder mehr das gewohnte Bild. Ich erwarte daher, dass wir in Suzuka in etwa auf dem Niveau sind, das wir am Sonntag in China und in Melbourne hatten", zeigt er sich wenig optimistisch.

Immerhin: Ein Eingreifen Ferraris in den Titelkampf 2025 will Leclerc deshalb aber "noch nicht" abschreiben: "Wenn wir auf das letzte Jahr zurückblicken: Nach den ersten Rennen war unsere Performance im Vergleich zu jetzt sogar noch schlechter."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.


11:53 Uhr

Änderungen in Suzuka

Wir haben ja bereits darüber gesprochen, dass die Strecke in Japan teilweise neu asphaltiert wurde. Hier einmal die Übersicht über alle Änderungen an der Piste, die die FIA vor dem Grand Prix in diesem Jahr kommuniziert hat:

-Die Strecke wurde von Kurve 1 bis zum Eingang von Kurve 8 neu asphaltiert.
-Kies wurde hinter den doppelten Randsteinen in den Kurven 2, 8 und 9 platziert.
-Streckenposten wurden mit Schutzzäunen abgesichert
-Alle Panels am Streckenrand haben eine Mindesthöhe von 2,5 Metern.
-Hinweisschilder für Fahrerausgänge wurden rund um die Strecke installiert
-Feuerlöscher-Signale werden nun von Plastikpfosten statt von Holzpfosten gestützt


11:40 Uhr

Vasseur: Mehrere Gründe für Disqualifikation

Zur Erinnerung: Charles Leclerc wurde in China disqualifiziert, weil sein Auto ein Kilogramm zu leicht war. Laut Teamchef Frederic Vasseur gab es für diesen Umstand nicht nur einen einzigen Grund.

Man sei einfach "zu aggressiv" gewesen, sagt er gegenüber L'Equipe und erklärt, dass das in der Formel 1 "manchmal" passieren könne, weil man immer auf der Suche nach dem Limit sei.

"Man muss unterscheiden zwischen einer Disqualifikation, weil man ein Risiko eingeht, und einer Disqualifikation, weil jemand betrügt", stellt der Teamchef klar.

Und im Fall von Leclerc habe man beim Gewicht eben einfach nicht genug Spielraum gehabt. "Wir haben auch einen Liter Wasser verloren, weil Charles' Trinkflasche undicht war", nennt er ein Beispiel.

"Der Gewichtsverlust ist immer eine Addition von vielen kleinen Faktoren", so Vasseur. Die Vermutung, dass die Reifen zu stark abgenutzt und damit zu leicht waren, sei also nicht alleine der Grund für die Disqualifikation.


11:24 Uhr

Bottas: Cadillac könnte "wirklich interessantes Projekt" sein

Valtteri Bottas hat bereits mehrfach betont, dass er mit der Formel 1 noch nicht abgeschlossen hat. Er strebt 2026 ein Comeback an, und da könnte Neueinsteiger Cadillac eine Möglichkeit sein.

"Es wäre kein einfacher Weg, aber wenn es einen klaren Plan gibt, [...], dann könnte es ein wirklich interessantes Projekt sein, bei dem ich denke, dass Erfahrung hilfreich sein kann", so Bottas.

Genau diese "Erfahrung" würde er als langjähriger Formel-1-Pilot und zehnmaliger Grand-Prix-Sieger mitbringen. "Ich kenne [Cadillac-Teamchef] Graeme Lowdon gut", verrät der Finne zudem.

"Aber ich glaube nicht, dass er alle Entscheidungen trifft. Schließlich wird das Projekt von einem großen Unternehmen unterstützt", erinnert er. Daher müsse man jetzt schauen, welche Möglichkeit sich eventuell ergebe.


11:09 Uhr

Piastri fühlt sich bestätigt

Der Australier fühlt sich nach den ersten beiden Saisonrennen bestätigt in einer Aussage aus dem Winter. "Ich glaube, ich habe vor der Saison gesagt, dass ich nicht unbedingt das Gefühl habe, dass ich als Fahrer noch große Schwächen habe."

Natürlich seien es bislang erst zwei Rennwochenenden gewesen, "aber ich bin froh, dass vor allem auf einer Strecke [wie China], auf der ich mich [2024] sehr schwer tat, die Leistung zwölf Monate später so anders war", so Piastri.

"Ich denke, dass Melbourne und China zwei sehr gute Rennen waren, eines mit einem entsprechenden Ergebnis und eins ohne", erklärt er und betont, dass er mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Wochen gehe.

"Ich denke, es wird darauf ankommen, dieses Leistungsniveau zu halten", so Piastri.


10:50 Uhr

Lawson: Hätte gerne mehr Zeit gehabt

"Es war für uns alle eher unerwartet", sagt der Neuseeländer selbst zum Fahrertausch und erklärt, er habe lediglich einen Anruf bekommen, "in dem mir gesagt wurde, dass es so kommen würde. Das war's."

Ärgerlich ist für ihn, dass er die Strecken in Melbourne und Shanghai zuvor nicht kannte. "Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass das etwas mehr berücksichtigt wird", hadert er. "Deshalb war es mir wichtig, an einen Ort zu kommen, an dem ich bereits gefahren bin."

In Suzuka hätte Lawson die Erfahrung gehabt. Doch die Chance, sich zu beweisen, bekommt er bei Red Bull nicht mehr. "Das ist nun mal der Sport", sagt er. "Die Entscheidung lag nicht bei mir, aber ich werde das Beste daraus machen."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.


10:40 Uhr

Netter Empfang

Bei den Racing Bulls hat man Liam Lawson heute einen netten Empfang bereitet. Er war ja lediglich zwei Rennen weg, aber strenggenommen ist es jetzt bereits seine dritte Zeit als Fahrer beim Team aus Faenza.

2023 durfte er den verletzten Daniel Ricciardo zunächst für fünf Rennen ersetzen, rund ein Jahr später übernahm er das Cockpit des Australiers dann komplett.

Und jetzt, nach nur zwei Rennen für Red Bull, kehrt er ein weiteres Mal zurück.

Liam Lawson Racing Bulls Racing Bulls F1 ~Liam Lawson (Racing Bulls) ~

10:31 Uhr

Sonderdesigns

Zur Erinnerung: Gleich zwei Teams werden an diesem Wochenende mit einem Spezialdesign an den Start gehen. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:


Fotostrecke: Die Formel-1-Sonderdesigns in der Saison 2025


10:22 Uhr

Russell: Haben noch kein klares Bild

Der Mercedes-Pilot stand in Australien und China jeweils auf dem Podium und ist mit seinem Saisonstart daher zufrieden. Er betont jedoch: "Wir müssen auch realistisch sein. Es waren erst zwei Rennen in einer langen Saison."

"Und ich glaube, dass Ferrari und vielleicht auch Red Bull ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft haben. Wir sollten uns also nicht zu der Annahme hinreißen lassen, dass dies Woche für Woche möglich ist."

Zudem sieht er McLaren immer noch in der klaren Favoritenrolle. Denn eigentlich habe das Team aus Woking die Stärken des Autos in China gar nicht ausspielen können - und feierte dort trotzdem einen Doppelsieg.

"Wenn das ihr schlechtestes Rennen war, dann ist das für uns alle ein bisschen beunruhigend", grübelt Russell, der jedoch auch daran erinnert, dass so eine Dominanz im Laufe des Jahres noch kippen kann.

Das habe man ja erst 2024 bei Verstappen und Red Bull nach einem starken Start erlebt.


10:09 Uhr

Hamilton: Set-up-Änderung ein Schritt nach hinten

Nachdem der Brite den Sprint in China noch gewann, ging im Hauptrennen am Sonntag nicht mehr viel. Er erklärt: "Hätten wir das Auto entweder unverändert gelassen oder den Schritt, den wir gemacht haben, noch weiter optimiert, hätten wir uns vermutlich unter den ersten Drei qualifizieren können."

Dadurch hätte es dann "wohl ein ganz anderes Rennen" werden können. Durch eine Änderung am Set-up aber sei das Auto "ab dem Qualifying sehr schwer zu fahren" gewesen, was sich laut Hamilton in Sachen Balance durch den gesamten Grand Prix zog.

Dabei kommt für ihn erschwerend hinzu: "Aktuell leite ich meine Ingenieure noch nicht an. Bei Mercedes kannte ich das Auto und all die Werkzeuge genau. Dadurch konnte ich die Richtung, in die wir gehen müssen, sehr genau vorgeben. Natürlich lag ich nicht immer richtig, aber ich hatte eine klare Vorstellung."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.


10:01 Uhr

Antonelli über Schule

Schwer vorstellbar, aber wenn er gerade kein Formel-1-Auto fährt, dann geht der 18-Jährige noch immer zur Schule. "Das Leben in der Schule hat sich ziemlich dramatisch verändert", hat er heute in seiner Medienrunde verraten.

Er betont aber auch: "Ich habe viel Glück, weil meine Klassenkameraden mich seit der Ankündigung im letzten Jahr gleich behandelt haben. Ich bin wirklich glücklich und fühle mich sehr wohl, weil wir ein so gutes Verhältnis zueinander haben."

"Es ist wirklich cool, dass sie mich auf die gleiche Weise behandeln. Sie haben mich auch sehr unterstützt. Es ist auch wirklich gut, eine Gruppe von Freunden außerhalb des Rennsports zu haben", erklärt der Italiener.

Diese würden einem helfen, "abzuschalten und das Leben im Allgemeinen zu genießen." Das sei mental wichtig, "denn wenn ich mit ihnen zusammen bin, denke ich zwar immer noch ein bisschen an den Rennsport, aber nicht mehr so viel, wie ich es sonst tun würde."

Und so eine kleine Pause tut eben hin und wieder ganz gut.