Liam Lawson: Red-Bull-Aus war "definitiv ein Schock"
Mit seiner plötzlichen Degradierung bei Red Bull hatte Liam Lawson nicht gerechnet - Der Neuseeländer hadert vor allem mit der kurzen Zeit zur Eingewöhnung
(Motorsport-Total.com) - Auch wenn im Vorhinein hartnäckig darüber spekuliert wurde: Für Liam Lawson selbst kam seine Degradierung offenbar ziemlich unerwartet. "Es war definitiv ein Schock, ehrlich gesagt. Das habe ich nicht kommen sehen", sagt er im Gespräch mit Sky Sports F1 vor dem Grand Prix von Japan am Wochenende.

© LAT Images
Liam Lawson sah sein plötzliches Aus bei Red Bull selbst nicht kommen Zoom
"Die Diskussionen, die wir geführt haben, gingen nicht wirklich in diese Richtung, also war es definitiv nicht etwas, das ich erwartet habe", erklärt der Neuseeländer weiter.
Erst vor drei Monaten hatte Lawson den Platz an der Seite von Weltmeister Max Verstappen bei Red Bull erhalten, doch enttäuschende Leistungen in Australien und China führten zu seinem schnellen Abstieg. Stattdessen wurde Yuki Tsunoda von Racing Bulls zu Red Bull befördert - kurz vor seinem Heimrennen.
Lawson: Hätte einfach mehr Zeit gebraucht
Besonders frustriert sei er über die kurze Zeit gewesen, die ihm zur Anpassung blieb, sagt Lawson. Nach schwierigen Testfahrten und einem holprigen Saisonstart sei es für ihn entscheidend gewesen, mehr Erfahrung im Auto zu sammeln.
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"Mit mehr Zeit, besonders auf Strecken, auf denen ich schon einmal war", hätte er sich besser einfinden können, so der Neuseeländer. "Es war ein schwieriger Start. Wir hatten einen steinigen Test. Wir hatten ein schwieriges erstes Wochenende in Melbourne mit dem Training. Und dann war China natürlich ein Sprint."
"Ich denke, es hätte mir geholfen, an Orten zu fahren, die ich kenne, denn das Auto war ziemlich kompliziert, und ich hätte diese Gelegenheit gerne genutzt. Aber es ist nicht meine Entscheidung, also bin ich hier, um das Beste aus dieser Chance zu machen."
Weder Auto noch Fahrstil waren schuld
Während Tsunoda seinen Platz bei Red Bull übernimmt, wird Lawson in Schwesterteam Racing Bulls versetzt, wo er an der Seite von Rookie Isack Hadjar antreten wird.
Was die Anlaufschwierigkeiten im RB21 angeht, betont Lawson, dass weder sein Fahrstil noch das Auto selbst das Problem gewesen seien. "Für mich ist es wirklich nichts davon", sagt er. Vielmehr habe es an der fehlenden Eingewöhnungszeit gelegen.
"Das Auto ist schwer zu fahren. Aber wir haben einen Prozess der Anpassung durchlaufen. Für mich ist es ehrlich gesagt eine Frage der Zeit." Da es in der Formel 1 nur begrenzte Testmöglichkeiten gibt, sei es für ihn schwierig gewesen, sich an das Fahrzeug anzupassen. "Die fehlende Zeit im Auto war der größte Faktor."
"Bei jeder Session, die wir fuhren, mussten wir uns an etwas Unbekanntes gewöhnen. Es geht nicht so sehr um den Fahrstil oder etwas Ähnliches. Es ist einfach eine buchstäbliche Umstellung. Und ich hatte einfach nicht die Zeit, das zu tun."


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