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Lando Norris: McLaren ist das einzige Team mit zwei guten Fahrern
Was genau McLaren in der Saison 2025 so stark macht: WM-Spitzenreiter Lando Norris erklärt den Vorsprung seines Teams gegenüber Red Bull und Ferrari
(Motorsport-Total.com) - Ist McLaren nach den Grand-Prix-Siegen in Australien und China auch in Japan der Favorit auf den Rennsieg? WM-Spitzenreiter Lando Norris sieht sein Team in einer guten Ausgangsposition: "Ich bin zuversichtlich, dass wir im Moment auf jeder Strecke stark sind."

© LAT Images
Die McLaren-Teamkollegen 2025: Oscar Piastri und Lando Norris Zoom
Das heißt laut Norris aber nicht, dass McLaren unschlagbar ist: "Wir sind nicht so weit vor den anderen, wie viele Leute es gerne darstellen."
Max Verstappen etwa habe beim China-Grand-Prix einen "sehr starken" letzten Stint gefahren und Ferrari hat McLaren im Sprintrennen geschlagen. Von einer McLaren-Dominanz könne daher nicht die Rede sein, meint Norris.
"Die Leute sagen das gern, weil wir momentan buchstäblich das einzige Team sind, das zwei gute Fahrer hat. Das ist der große Unterschied", sagt Norris. Bei Red Bull setzte bislang nur Verstappen Akzente, während das zweite Auto mit Liam Lawson in den ersten beiden Rennen punktlos blieb.
Der aktuelle Nachteil von Ferrari
Auch Ferrari sei gegenüber McLaren im Nachteil, meint Norris: "Da liegt es offensichtlich eher an der Erfahrung, die in Sachen Zusammenarbeit noch fehlt." Denn der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton kam vor der Saison 2025 nach über einem Jahrzehnt bei Mercedes neu ins Team.
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"Lewis sagt selbst offen, dass er noch lernt, wie man das Lenkrad benutzt - also nicht einfach ein Lenkrad, sondern die dahinterstehende Komplexität. Wird er also alles aus dem Auto herausholen können, so wie Oscar Piastri und ich? Nein - und das gibt er selbst zu", sagt Norris.
"Das heißt nicht, dass ich denke, ich bin viel besser als Lewis oder Charles Leclerc - das denke ich nicht. Ich habe das auch nie behauptet und würde mich nie selbst auf ein Podest stellen."
Norris: McLaren hat das beste Auto
"Aber wie wir als Team arbeiten, ist meiner Meinung nach besser als bei allen anderen Teams. Wie wir uns gegenseitig pushen, uns antreiben - das, denke ich, machen wir besser als jeder andere. Und das ist unser Vorteil. Denn in bestimmten Fällen hatten wir nicht das schnellste Auto, sei es im Sprint oder im Qualifying in Shanghai."
Trotzdem hält Norris den McLaren MCL39 für "das beste Auto" im Feld. "Und es ist schön, das sagen zu können, denn das hatten wir bisher in der Formel 1 noch nie", sagt Norris, der schon seit 2019 für McLaren antritt und 2024 seine ersten Grand-Prix-Siege erzielte. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)
"Max hatte seine Phase, in der er klar das beste Auto hatte - nun ist unsere Zeit gekommen. Das ist das Spiel", meint Norris. "Wir nutzen den Vorteil, solange wir können - aber die anderen sind definitiv nicht weit dahinter."
Warum eine McLaren-Dominanz "Quatsch" ist
Deshalb hält es Norris für "Quatsch", wenn McLaren eine Überlegenheit attestiert wird. "Wenn wir ein Jahr zurückgehen: Red Bull war da noch viel weiter vorne, als wir es jetzt sind. Die hatten zwei Fahrer ganz vorne, haben dominiert - das war ein viel größerer Vorsprung, als wir ihn jetzt haben", sagt Norris.
"Ich glaube, wir machen einen sehr guten Job, und ich denke, die Leute reden jetzt viel mehr über uns, weil sie sehen, woher wir gekommen sind - über die letzten anderthalb Jahre. Aber das Auto, das Red Bull zu dieser Zeit im vergangenen Jahr hatte, war besser als das, was wir jetzt im Vergleich zur Konkurrenz haben. Das muss man auch bedenken."

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Lando Norris im McLaren vor Lewis Hamilton im Ferrari Zoom
Das tue der Stimmung im Team aber keinen Abbruch, meint Norris: "Wir wissen, dass wir ein starkes Auto haben - nicht immer einfach zu fahren, aber ein sehr starkes und das stärkste im Feld."
Deshalb könne er mit der Favoritenrolle gut leben. Die Messlatte für die Konkurrenz zu sein, das sei "eigentlich etwas Gutes", sagt Norris. Aber: "Für uns ist das noch neu. Mercedes hatte das fünf, sechs Jahre lang. Wir sind da noch nicht. Doch für uns ist das im Moment motivierend. Denn wir wissen, dass die anderen hinter uns her sind - und das pusht uns."
"Wenn man das fünf, sechs Jahre macht, wie Mercedes damals, ist es menschlich, irgendwann ein wenig nachlässig zu werden. Aber wir haben für diese Saison noch mehr investiert, um gut zu starten - nach einem sehr guten Ende im vergangenen Jahr. Und ja, wir wollen den Vorsprung sogar noch ausbauen."


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