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GP China
China in der Analyse: Hamilton, Leclerc und Gasly disqualifiziert!
F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Drei Disqualifikationen nach Rennende +++ Horner: Kein Kommentar zu Spekulationen +++ Verstappen: Hätte nicht mithalten können +++
Feierabend!
In China geht es bereits auf 23:00 Uhr zu, höchste Zeit also auch für uns, in den Feierabend zu gehen. Mit einem letzten Hinweis auf unsere große Liveanalyse mache ich unseren Ticker daher erst einmal zu.
Schon morgen sind wir aber wie gewohnt wieder mit einer neuen Ausgabe zurück, um die weiteren Themen aus Shanghai aufzuarbeiten. Habt noch einen schönen Rest-Sonntag und bis dann!
Bearman entschuldigt sich
Als der Haas-Pilot Liam Lawson überholte, freut er sich am Funk mit einem "Ciao!" darüber. Im Nachhinein ist dem Rookie das aber unangenehm und er betont, dass er es einfach in der Hitze des Gefechts gesagt habe.
"Jetzt fühle ich mich deswegen wirklich schlecht, weil ich nicht respektlos sein wollte", stellt er klar und betont: "Ich war einfach glücklich und wollte es mit dem Team teilen." In Zukunft werde er es nicht noch einmal machen.
Eigentlich schade, denn viele Fans fanden den Spruch ganz cool ...
Zum ersten Mal seit 2021 ...
... ist Mercedes übrigens wieder mit zwei Podestplätzen in eine neue Saison gestartet. 2022, zu Beginn der neuen Regelära, holte Lewis Hamilton beim Auftakt in Bahrain zwar einen dritten Platz. Beim zweiten Rennen in Saudi-Arabien stand aber kein Mercedes-Fahrer auf dem Podium.
2023 holte man den ersten Podestplatz dann erst im dritten Saisonrennen und 2024 sogar erst im neunten WM-Lauf. Dieses Mal holte George Russell in Australien und China jeweils einen dritten Platz.
Mehr spannende Statistiken gibt es in unserer großen Datenbank!

© LAT Images
Wolff: Auto funktioniert wie erwartet
Der vielleicht wichtigste Fortschritt bei Mercedes in diesem Jahr ist, dass das Auto wie erwartet auf Änderungen reagiert. "Die Plattform ist stabil", resümiert Toto Wolff nach den ersten zwei Saisonrennen.
"Wenn wir eine Schraube [...] drehen, dann tut das das, was wir erwarten", so Wolff, der betont, dass Mercedes heute das zweitschnellste Team gewesen sei. Doch das sei natürlich noch immer zu wenig.
"Wir werden glücklich sein, wenn wir anfangen, Rennen zu gewinnen und um Meisterschaften zu kämpfen", betont er und erklärt, dass man sich das erst noch "erarbeiten" müsse.
Aber zumindest die Basis scheint bei Mercedes besser als in den Vorjahren zu sein.
Alpine weiter ohne Punkte
Weil Sauber ja bereits in Melbourne sechs Punkte gesammelt hatte, gibt es nach den ersten beiden Rennen 2025 lediglich ein Team, das noch gar keine WM-Zähler auf dem Konto hat: Alpine.
Besonders bitter ist, dass Pierre Gasly heute selbst disqualifiziert wurde, denn ansonsten wäre er durch die Disqualifikationen der Ferrari-Piloten nachträglich noch in die Top 10 gerutscht.
Das wäre aber ohnehin nur ein glücklicher Punktgewinn gewesen, denn Teamchef Oliver Oakes gesteht: "Letztlich fehlte uns hier ein wenig, und wir müssen verstehen, warum wir auf dieser Strecke nicht so konkurrenzfähig waren."
Man müsse nun schauen, "wo wir uns für künftige Rennen verbessern können", so Oakes. In der WM haben die Franzosen nach zwei Rennen im engen Mittelfeld auf jeden Fall schon ein ziemliches Handicap.
Dann während Alpine selbst noch gar keine Zähler holte, räumten vor allem Williams (17 Punkte) und Haas (14) bereits ordentlich ab.
Sauber: Rennen nach wenigen Kurven gelaufen
Zwar kamen beide Autos ins Ziel, zu holen gab es für Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto aber nichts. "Es ist bedauerlich, dass unser Rennen praktisch in der ersten Runde entschieden wurde", erklärt Beat Zehnder.
Von Hülkenberg haben wir ja vorhin selbst schon gehört, dass er kurz neben der Strecke war und dadurch ans Ende des Feldes zurückfiel und sich zudem auch noch einen Schaden einhandelte.
Seinem Teamkollegen ging es nicht viel besser. "Er kämpfte gegen Bearman, als er Abtrieb verlor und sich drehte, wodurch er viel Zeit einbüßte und einen frühen Stopp für neue Reifen einlegen musste", so Zehnder.
"Positiv zu vermerken ist, dass Gabriels Tempo im letzten Stint auf harten Reifen stark war und mit unseren direkten Konkurrenten mithalten konnte", betont er. Doch da waren die Punkte längst schon nicht mehr in Reichweite.
Piastri: Warum Stroll für seine Taktik entscheidend war
"Es ist immer ein großartiger Tag, wenn man als Erster die Ziellinie überquert", sagt Piastri nach seinem Sieg und verrät: "Für mich war das das zufriedenstellendste Wochenende, nicht nur das Rennen, sondern das gesamte Wochenende."
Heute hatte er zudem früh den richtigen Riecher bei der Strategie. "Schon nach 10 bis 15 Runden auf dem harten Reifen wurde mir klar, dass wir auf ein Einstopprennen gehen konnten", so der McLaren-Pilot.
Diese überraschende Erkenntnis kam nicht nur aufgrund seiner eigenen Beobachtungen, sondern auch durch das Verhalten der Konkurrenz - allen voran Lance Stroll.
Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen!
Heute vor 22 Jahren ...
... holte ein gewisser Fernando Alonso sein erstes Podium in der Formel 1. Nachdem er zuvor im Qualifying bereits seine erste Poleposition geholt hatte, wurde er beim Großen Preis von Malaysia 2003 Dritter hinter Kimi Räikkönen und Rubens Barrichello.
Das Rennen ist übrigens noch in einer weiteren Hinsicht interessant, denn nachdem Teamkollege David Coulthard bereits den Saisonauftakt in Australien gewonnen hatte, war es für McLaren dank Räikkönen der zweite Sieg im zweiten Rennen.
Und das ist deshalb spannend, weil McLaren erst 22 Jahre später wieder mit zwei Siegen in eine Formel-1-Saison starten sollte. Nämlich genau heute ...

© Motorsport Images
Warum ging es doch mit einem Stopp?
Weil wir gerade schon bei der Strategie sind: Grundsätzlich haben sich die Racing Bulls nur an das gehalten, was Pirelli vor dem Rennen erklärte. Da behaupteten die Italiener nämlich, dass ein Einstopper wohl nicht möglich sein werde.
Mario Isola erklärt, dass es mehrere Gründe dafür gebe, dass es am Ende doch ging. So hätten die Teams nach dem Sprint einerseits ihre Autos umgebaut, um die Vorderreifen "so viel wie möglich" zu schützen, betont Isola.
Eine wichtige Rolle hätte zudem der harte Reifen (C2) gespielt, den vor dem Rennen niemand verwendet hatte. Dieser hätte nämlich kaum Graining gehabt und zudem über eine lange Distanz "sehr konstant" funktioniert, so Isola.
"Bei der Bewertung des C2-Verhaltens ist zu berücksichtigen, dass es sich um die Mischung handelt, die von allen 2025 die größten Veränderungen erfahren hat und daher für alle Teams eine unbekannte Größe war", erinnert er.
So stimmte dann auch Pirellis Prognose am Ende nicht.
Racing Bulls: Wieder ein Griff ins Klo
Bereits in Melbourne verzockte man sich bei der Strategie, und auch heute war der Zweistopper bei beiden Piloten wieder die falsche Entscheidung. Auch Laurent Mekies gesteht, dass es "ein frustrierender Sonntag" gewesen sei.
"Es ist das zweite Rennen in Folge, bei dem wir nicht die Punkte geholt haben, die wir unserer Meinung nach hätten holen können, wenn man bedenkt, wie schnell das Auto und die Fahrer an diesem Wochenende waren", ärgert er sich.
Positiv sei, dass das Auto schnell gewesen sei und Yuki Tsunoda zumindest im Sprint die ersten drei Punkte des Jahres geholt habe. Im Hauptrennen ging man aber erneut leer aus.
"Was heute passiert ist, lag nicht in meiner Hand, aber ich kann nicht umhin, mir vorzustellen, wie es mit einer Einstoppstrategie gelaufen wäre", ärgert sich auch Isack Hadjar.
Mit seiner eigenen Leistung ist der Rookie dieses Mal nämlich zufrieden. Auf seine ersten WM-Punkte wartet er aber weiterhin.
Leclerc: Wollte nicht mal überholen
Der Monegasse hat sich zu seiner Berührung mit dem Teamkollegen beim Start geäußert und erklärt: "Ich war auf der Innenseite. Ich wollte nicht wirklich überholen. Ich wollte mich nur für Kurve 3 in Position bringen."
"Ich sah, dass Lewis sich gegen ein Auto auf der Außenseite verteidigte. Ich hatte nicht erwartet, dass er zurückweichen würde. Als er zurückzog, war ich überrascht. Dann konnte ich nicht viel tun", so Leclerc.
"Aber Lewis konnte auch nicht viel tun, weil er mich nicht gesehen hatte. Alles in allem war es einfach unglücklich", resümiert Leclerc. Spielt jetzt nach der doppelten Disqualifikation aber sowieso auch keine große Rolle mehr.
Finales Ergebnis
Eine kleine, aber nicht unbedeutende Randinfo: Die FIA hat inzwischen das finale Rennergebnis veröffentlicht. Das bedeutet, dass alle Verhandlungen abgeschlossen sind und es keine weiteren nachträglichen Strafen mehr geben wird.
Da hatten wir ja heute auch schon genug von ...
Livestream
Die Disqualifikationen werden natürlich auch in unserer großen Liveanalyse zum China-GP am Nachmittag noch einmal ein großer Gesprächspunkt sein.
Ab 15:00 Uhr MEZ melden sich Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit den wichtigsten Themen des Tages.
Rennsieger am grünen Tisch
Um den Sieg ging es heute bei den drei Disqualifikationen nicht. Trotzdem verweise ich in dem Zusammenhang gerne einmal auf diese Fotostrecke:
Ferrari-Statement
Ferrari hat nach der doppelten Disqualifikation ein Statement veröffentlicht. In diesem heißt es wörtlich:
"Bei der FIA-Abnahme nach dem Rennen wurde festgestellt, dass unsere beiden Autos aus unterschiedlichen Gründen nicht den Vorschriften entsprachen."
"Bei Wagen 16 wurde ein Untergewicht von einem Kilogramm festgestellt, und bei Wagen 44 lag der hintere Skid-Verschleiß 0,5 Millimeter unter dem Grenzwert."
"Charles war heute auf einer Einstoppstrategie unterwegs, und das bedeutete, dass sein Reifenverschleiß sehr hoch war, was dazu führte, dass das Auto untergewichtig war."
"Was den Skid-Verschleiß von Lewis betrifft, so haben wir den Verbrauch etwas falsch eingeschätzt."
"Wir hatten nicht die Absicht, uns einen Vorteil zu verschaffen. Wir werden aus dem, was heute passiert ist, lernen und sicherstellen, dass wir die gleichen Fehler nicht noch einmal machen."
"Das ist natürlich nicht die Art und Weise, wie wir unser GP-Wochenende in China beenden wollten, weder für uns noch für unsere Fans, die uns unermüdlich unterstützen."
Horner: Kein Kommentar zu Spekulationen
Der Red-Bull-Teamchef wurde heute natürlich auf die Gerüchte angesprochen, dass Liam Lawson schon in Japan nicht mehr im Red Bull sitzen könnte. Dazu sagen möchte er aber nichts.
"Im Fahrerlager wird es immer Spekulationen geben", betont er und stellt klar: "Ich werde mich nicht einmal zu einem [möglichen] Tausch äußern." Das alles sei "rein spekulativ", so Horner.
"Ich glaube, Liam hat noch Potenzial", sagt er und erinnert daran, dass erst zwei Rennen gefahren sind. Man müsse nun daran arbeiten, Lawsons Potenzial freizusetzen.
"Wir haben eine ganze Reihe von Informationen. Wir werden sie uns genau ansehen, mit Liam zusammenarbeiten und das Beste für ihn tun, was wir können", betont Horner.
Ganz ähnliche Sätze hat man in der vergangenen Saison über Sergio Perez auch immer gehört ...

