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Vorentscheidung im Titelkampf?
Mit seinem dritten Saisonsieg hat Yvan Muller einmal mehr deutlich gemacht, dass er im Endspurt der Saison zu schlagen ist - großer Vorsprung
(Motorsport-Total.com) - Spiel, Satz und Sieg: Auf der Zielgeraden der WTCC-Saison kristallisiert sich immer mehr heraus, was sich schon in den vergangenen Wochen und Monaten angedeutet hat: SEAT geht nicht nur als Favorit bei den Herstellern in die entscheidende Phase der Meisterschaft, sondern auch bei den Fahrern. Yvan Muller belegt derzeit komfortabel den ersten Platz der Rangliste, 14 Punkte dahinter rangiert Teamkollege Gabriele Tarquini, weitere acht Zähler zurück folgt Rickard Rydell. Fünf Rennen vor Schluss sieht alles nach SEAT aus...
Auch wenn Muller nicht müde wird zu betonen, die Meisterschaft des Vorjahres noch auf der letzten Runde verloren zu haben, scheint eine solche Situation für dieses Jahr nahezu undenkbar. Zu geschlossen und perfekt präsentierte sich die SEAT-Armada bislang in Monza, als dass die Konkurrenz noch ernsthaft kontern könnte. Zudem läuft langsam aber sicher die Zeit davon.

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Satte 27 Punkte hat Muller nun Vorsprung auf den besten Piloten, der keinen SEAT pilotiert: Chevrolet-Fahrer Rob Huff wurde nur Siebter und scheint nun ebenfalls raus aus dem Titelrennen zu sein. Bei noch 50 zu vergebenden Punkten erscheint sein Rückstand beinahe astronomisch groß. Freilich ist nichts unmöglich - doch Muller hat bislang noch an jedem Rennwochenende punkten können.
Auf dem gleichen Punkteniveau bewegt sich BMW Pilot Andy Priaulx, der seine Titelchancen nach P4 in Monza wohl ebenfalls endgültig ad acta legen kann. Den Briten trennen exakt 30 Punkte vom Spitzenplatz der Tabelle. Ein WM-Coup in letzter Sekunde dürfte 2008 wohl kaum im Rahmen des Möglichen liegen. Den Titel muss der Brite wohl oder übel an einen SEAT-Fahrer abtreten.
Bleibt bloß die Frage, wer der glückliche Empfänger sein wird. Muller hat als WM-Führender naturgemäß die besten Chancen, Tarquini liegt bereits 14 Zähler zurück und Rydell darf sich gewiss nur noch als Außenseiter sehen. Und dann wäre da noch die verpasste Gelegenheit in Monza: Tarquini lag im ersten Lauf kurz in Führung, wurde am Ende aber doch nur Zweiter. Ein fairer Fight oder pure Interessen-Ordnung?
Über allem schwebt freilich das Dogma von SEAT, wonach der Herstellertitel für die Iberer absolute Priorität genießt. Weder die Piloten noch Teamchef Jaime Puig werden müde, diese Haltung immer wieder zu betonen. Der Titel bei den Konstrukteuren ist den Spaniern ohnehin kaum mehr zu nehmen - nach Monza werden sich auch die Wogen in der Fahrerwertung zugunsten von SEAT geglättet haben...











