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Stobart: Sorge um Galli - Freude mit Duval

17. August 2008 - 16:48 Uhr

Francois Duval fuhr hinter dem Citroen-Duo als Dritter auf das Siegerpodest der Rallye Deutschland - Gigi Galli nach schwerem Unfall wieder wohlauf

Francois Duval
Francois Duval glänzte bei der Deutschland-Rallye und fuhr auf P3
© Thiesbürger

(Motorsport-Total.com) - Gemischte Gefühle bei Stobart: Bereits am Freitag war Gigi Galli schwer verunglückt und hatte sich bei seinem Crash den Oberschenkel gebrochen. Während sein Teamkollege im Krankenhaus erst gründlich untersucht und dann operiert wurde, brannte Francois Duval hinter Sébastien Loeb und Daniel Sordo ein wahres Feuerwerk ab. Am Ende wurde diese tolle Leistung mit dem dritten Rang belohnt - noch vor Titelaspirant Mikko Hirvonen, den ein geplatzter Reifen endgültig zurückwarf.

"Ich bin natürlich sehr unglücklich über diesen Unfall, muss mich allerdings bei den Organisatoren und dem medizinischen Team für ihre tolle Arbeit bedanken", ließ Galli verlauten. "Die Stärke meines Ford Focus, mein Helm und die Hilfe von Giovanni (Giovanni Bernacchini; Anm. d. Red.) haben dazu beigetragen, meine Verletzungen in einem kleinen Bereich zu halten."


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Duval hochzufrieden mit seinem Auftritt

"Das hätte meiner Meinung nach viel schlimmer ausgehen können. Ich fühle mich etwas müde, aber nach der Operation geht es mir so schlecht nicht. Unglücklicherweise werden mich meine Fans einige Monate lang nicht sehen können. Ich freue mich allerdings schon auf eine schnelle Erholung und eine baldige Rückkehr auf die Strecke", meinte der Italiener abschließend.

Duval konnte sich nach seiner Triumphfahrt jedenfalls nicht beklagen: "Es ist natürlich großartig, hier nach wenigen Tests und auf neuen Reifen gleich auf das Podium zu fahren. Für uns war es schon immer eine große Herausforderung, um den Sieg zu kämpfen, denn die anderen Fahrer treten das ganze Jahr über an und haben reichlich getestet."

"Das Ergebnis fühlt sich sehr gut an. Wir haben einige Verbesserungen beim Setup erzielt und mehr über die Reifen gelernt - da steckt also viel Positives drin. Diese Erfahrungen werden uns bei den anstehenden Asphalt-Rallyes entgegen kommen", meinte der Belgier. "Mein nächster Auftritt kommt in Spanien. Wenn ich aber als Ersatz für Gigi in Frage käme, dann würde ich gerne einspringen."

"Für mich war das ein ganz besonderes Resultat, beinahe wie ein Sieg! Die ersten Punkte auf Asphalt zu holen ist eine tolle Leistung und wir sind hier einige Schritte voran gekommen", sagte Henning Solberg. "Es war eine schwierige Rallye für mich, denn ich habe nun einmal nicht viel Erfahrung auf Asphalt."

Nachwuchs sammelt Erfahrungen

"Ich bin hierher gekommen, um zu lernen und mich zu verbessern. Ich wusste schon im Vorfeld, dass ich nicht mit den Siegern würde mithalten können. Dennoch haben wir gute Fortschritte gemacht und ich habe viel für Spanien und Korsika gelernt. Daher war das für uns eine durchaus positive Geschichte." Auch für Matthew Wilson, der ebenfalls wichtige Erfahrungen sammeln konnte.

"Wir haben unseren Nutzen aus diesem Event gezogen und durch unsere Asphalttechnik gute Fortschritte gemacht. Außerdem haben wir einiges über das Setup und die Pirelli-Reifen gelernt. Ich bin nicht besonders zufrieden mit der Anzahl meiner kleinen Fehler wie Abwürgen und Dreher, aber das wird uns künftig helfen."

"Wir haben hier wichtige Änderungen an der Aufhängung vorgenommen, was dem Auto beim Bremsen entgegenkam und mir mehr Vertrauen gegeben hat", sagte der Youngster. Teamchef Malcolm Wilson zeigte sich in Anbetracht der Umstände ebenfalls erfreut: "Nach der Enttäuschung durch Gigis Ausfall ist doch noch ein Traumergebnis dabei herausgekommen - ein weiteres Podium für Stobart."

"Francois hat hier einen fantastischen Job gemacht. Seine Zuversicht und Leistung haben im Laufe der Rallye immer mehr zugenommen. Das wird den weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr zugute kommen. Außerdem hat Henning sein bestes Asphalt-Ergebnis eingefahren und Matts Zeiten haben sich gut entwickelt. Das hat beiden weitere gute Erfahrungen für Spanien und Korsika beschert."

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