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SS1: Latvala startet mit Bestzeit

29. August 2008 - 00:43 Uhr

Die Ford-Werkspiloten gaben zum Auftakt der Rallye Neuseeland das Tempo vor - Erster "big moment" für Straßenfeger Sébastien Loeb

Jari-Matti Latvala
Jari-Matti Latvala holte sich bei der Rallye Neuseeland die erste Bestzeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mitteleuropa geht schlafen, in Neuseeland ist der neue Tag schon lange angebrochen - und die Rallyeboliden sind wieder unterwegs! Die Rallye Neuseeland ist eröffnet. Die erste Wertungsprüfung "Pirongia West 1" war geprägt von extrem rutschigen Schotterpisten, mit denen die beiden Ford-Werkspiloten am besten zurechtkamen und auf denen WM-Leader Sébastien Loeb als Straßenfeger seinen ersten Schreckmoment erlebte. Einen kompletten Fehlstart erlebten die Solberg-Brüder: Petter Solberg haderte mit seinem Subaru Impreza, Henning Solberg hatte am Ford Focus technische Probleme.

Die erste Bestzeit sicherte sich Jari-Matti Latvala, der für die 24,22 Kilometer lange Prüfung 17:08.1 Minuten benötigte. 1,2 Sekunden langsamer war sein Ford-Teamkollege Mikko Hirvonen mit 17:09.3 Minuten. WM-Spitzenreiter Sébastien Loeb ist nach der ersten Prüfung Dritter mit 5,9 Sekunden Rückstand auf Latvala und 3,8 Sekunden Rückstand auf Hirvonen.

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Latvala voller Selbstvertrauen

"Deutschland liegt hinter mir, ich habe ein super Gefühl."
Jari-Matti Latvala

Latvala hat die für ihn enttäuschende Rallye Deutschland abgehakt und ist wieder voller Angriffslust und Selbstvertrauen. "Deutschland liegt hinter mir, ich habe ein super Gefühl, aber ich kann mir vorstellen, wie rutschig es für die Jungs vor mir war", sagte er im Ziel. "Ich habe viel Selbstvertrauen und muss jetzt die Konzentration halten."

Weniger euphorisch war sein Teamkollege Hirvonen, der heute als Zweiter in den tiefen Schotter muss: "Es war sehr schwierig, ich habe kaum einen vernünftigen Rhythmus gefunden, es war extrem rutschig. Ich bin nicht besonders gut gefahren, ich muss mich verbessern."

Loeb kritisiert wieder das Reifenreglement

"Ich weiß nicht, ob ich mir die Aufhängung gebrochen habe, weil ich über einige Felsen gerumpelt bin."
Sébastien Loeb

Noch unzufriedener war Citroën-Star Loeb, der sich als erster durch den Schotter graben muss und damit massive Schwierigkeiten hatte. Fast hätte er schon in der ersten Prüfung einen Überschlag hingelegt: "Der letzte Split war richtig heftig", berichtete Loeb im Ziel. "Der war richtig schlecht, hoffentlich habe ich nicht allzu viel Zeit verloren. Ich hatte einen 'big moment' und hatte echt Glück, dass nicht mehr passiert ist. Ich weiß nicht, ob ich mir die Aufhängung gebrochen habe, weil ich über einige Felsen gerumpelt bin."

Und Loeb übte erneut heftige Kritik am aktuellen Reifenreglement: "Es ist wirklich schwer, hier mit harten Reifen zu fahren, die man nicht nachschneiden darf. Ich bin mit viel Selbstvertrauen in die Rallye gestartet, aber jetzt war ich echt oft ganz nah am Limit."

Das Feld ist schon auseinandergezogen

Rallye Neuseeland
Willkommen in Neuseeland: Man trifft auf viele Arten von begeisterten Rallyefans
© xpb.cc

Loebs Teamkollege Daniel Sordo holte mit 8,5 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit die viertschnellste Zeit. Auch er klagte über die rutschigen Pisten. Dahinter tun sich schon nach der ersten Prüfung größere Lücken auf. Fünftschnellster war Subaru-Pilot Chris Atkinson, der aber schon 18,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze hat und 9,7 Sekunden hinter seinem Vordermann Sordo liegt.

Francois Duval konnte noch nicht an seine Bestzeit aus dem Shakedown anknüpfen. Der Belgier, der bei Stobart den verletzten Gigi Galli ersetzt, wurde mit 23,5 Sekunden Rückstand auf Latvala Sechster. Weitere 2,8 Sekunden dahinter folgt Citroën-Privatier Urmo Aava als Siebter, Matthew Wilson ist 4,1 Sekunden dahinter Achter. Suzuki-Pilot Per-Gunnar Andersson ist Neunter.

"Schlecht, sehr schlecht, aber so ist es nun mal - ich werde heute nicht schneller fahren können."
Petter Solberg

Richtig angefressen zeigte sich wieder einmal Subaru-Pilot Petter Solberg. Während sein Teamkollege Atkinson zumindest noch ein bisschen den Anschluss an die Spitze hält, kam er mit fast 40 Sekunden Rückstand auf die Spitze als Zehnter ins Ziel der ersten Prüfung. "Schlecht, sehr schlecht, aber so ist es nun mal - ich werde heute nicht schneller fahren können", gab "Hollywood" Solberg frustriert zu Protokoll.

Noch schlimmer erwischte es seinen Bruder Henning, der diesmal für das Munchi's-Team fährt: Er verlor wegen technischer Probleme über drei Minuten. Noch ist unklar, ob es sich um Probleme mit dem Turbo oder mit der Servolenkung gehandelt hat.

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