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Niegel: Platz acht beim Heimspiel

18. August 2008 - 19:49 Uhr

Suzuki-Junior Florian Niegel wurde bei der Deutschland-Rallye Achter - Unfall am Samstag verhindert bessere Platzierung

Florian Niegel
Florian Niegel holte mit Platz acht beim Heimspiel noch einen Punkt
© McKlein/Suzuki

(Motorsport-Total.com) - Florian Niegel hat den deutschen Lauf zur Junioren-Weltmeisterschaft (J-WRC) auf dem achten Rang beendet. Im Swift Super 1600 bot der Suzuki-Junior mit Copilot André Kachel vor heimischem Publikum zwar über weite Strecken eine gute Leistung, ein Unfall am zweiten Tag verhinderte jedoch eine bessere Platzierung. Mit Rang acht sicherte sich das Suzuki-Junior-Team einen weiteren Zähler in der J-WRC-Gesamtwertung.

Insgesamt 19 actionreiche Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von mehr als 352 Kilometern galt es am dreitägigen Rallye-Wochenende bei der diesjährigen Rallye Deutschland zu bestehen. Angefeuert durch eine Rekordkulisse von mehr als 250.000 Rallye-Fans begeisterte ein hochkarätiges Starterfeld mit toller Rallye-Action auf den anspruchsvollen Asphaltpisten entlang der Mosel. Das Suzuki-Team konnte sich zudem über die lautstarke Unterstützung zahlreicher Suzuki-Händler und Gäste freuen, die auf Einladung des japanischen Kleinwagenspezialisten vor Ort Rallye-Feeling hautnah erleben konnten.

Nach dem Show-Start an der historischen Porta Nigra in Trier startete Niegel am Freitagvormittag bei besten Wetterbedingungen auf die erste Etappe bei seinem Heimspiel. Die ersten 108 Kilometer führten die Teams in Weinberge mit engen und sehr schnellen Geraden sowie zahlreichen Spitzkehren in Hanglage. Die strategische Vorgabe, zunächst auf Konstanz und ohne allzu großes Risiko zu fahren, ging auf. Nach einer problemlosen Fahrt im Swift Super 1600 belegte das Team am Ende des ersten Tages den fünften Platz im Feld der 13 gestarteten JWRC-Teams.

Am Samstag ging es auf die insgesamt 159 Kilometer lange zweite Etappe. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung des Tages riskierte Florian Niegel jedoch zu viel: Er war zu schnell unterwegs und kam von der Strecke ab. Zwar konnte das Duo Niegel/Kachel die Fahrt fortsetzen, eine Reifenpanne sowie ein Schaden an der Auspuffanalge kosteten sie jedoch wertvolle Minuten. Die Zeitkontrolle zur achten Wertungsprüfung erreichten sie zudem erst verspätet, was zusätzlich noch eine Zeitstrafe nach sich zog.

Erst am Nachmittag, nachdem die Suzuki-Mechaniker die Schäden am Swift Super 1600 im Service komplett beheben konnten, drehen Niegel/Kachel wieder kräftig auf und kämpfen sich mit guten Zeiten Stück für Stück weiter im Klassement nach oben. Am Ende der acht Wertungsprüfungen des zweiten Tages belegt das Team Rang neun.

Auf den abschließenden fünf Wertungsprüfungen am Sonntag - mit den geschwungenen Strecken der Region um St. Wendel und der berühmten Zuschauerprüfung "Circus Maximus" rund um die Porta Nigra - startete Florian Niegel am Sonntag den Schlussspurt. Durch eine gute Leistung wurde die Aufholjagd letztendlich doch noch mit zählbarem Erfolg belohnt. Platz Acht im Ziel bedeutete für das schnelle Duo immerhin einen weiteren WM-Zähler in der Junior-WM Gesamtwertung.

"Die Unterstützung durch unsere Fans und die Stimmung insgesamt war hier einfach phantastisch", so Niegel im Ziel. "Es ärgert mich natürlich sehr, dass uns mein Fehler die Chance auf eine bessere Platzierung zunichte gemacht hat. Das Team hat am gesamten Wochenende hervorragende Arbeit geleistet und unser Swift Super 1600 lief problemlos. Wir haben alle Wertungsprüfungen absolviert und das Ziel erreicht - das hatte oberste Priorität. Leider war letztendlich trotz unserer guten Aufholjagd nicht mehr drin als Platz acht."

"Wir hätten hier in Deutschland natürlich gerne ein paar WM-Punkte mehr mitgenommen", resümiert Teamchef Niki Schelle. "Florian wollte sich seinen Fans und den deutschen Zuschauern natürlich in besonders guter Verfassung präsentieren - da fällt es manchmal schwer die richtige Mischung aus Angriff und Kontrolle zu finden. Aber auch das ist ein wichtiger Lernprozess. Ich denke trotzdem, dass die Leistung von Florian und André über die gesamte Rallye hinweg gestimmt hat. Man darf nicht vergessen, dass es Florians erste Saison in der Junior-WM ist."

Im Oktober folgt das große Saisonfinale im Doppelpack: Bei den beiden anspruchsvollen Asphaltrallyes in Spanien und auf Korsika treten die J-WRC-Teams binnen einer Woche zweimal gegeneinander an.

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