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Suzuki: Die größte Challenge von allen

28. Juli 2008 - 13:50 Uhr

Das Suzuki-Team tritt in der WRC zum ersten Mal bei der berühmt-berüchtigten Rallye Finnland an - Neue Entwicklungsstufe des SX4 WRC am Start

Toni Gardemeister
Toni Gardemeister freut sich schon auf das Sprungfestival in Finnland
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Suzuki steht vor der wohl bisher größten Herausforderung - der Rallye Finnland. Die Japaner treten zum ersten Mal beim berühmt-berüchtigten "Schotter-Grand-Prix" an, bei dem vor allem Mut und Streckenkenntnis gefragt sind. Beides bringen die Suzuki-Piloten mit: Toni Gardemeister kennt als Finne seinen Heimlauf bestens und auch der Schwede Per-Gunnar Andersson sollte für die Aufgabe gerüstet sein.

Für Suzuki ist die Finnland-Rallye auch deshalb wichtig, weil das Team dort erstmals mit der zweiten Entwicklungsstufe des SX4 WRC an den Start geht. Etliche Teile wurden neu entworfen, um Effizienz und Performance weiter zu steigern. Der SX4 WRC soll nun leichter, zuverlässiger und konkurrenzfähiger sein. Die Aufhängungen werden speziell den Anforderungen der finnischen Waldpisten angepasst. Am heutigen Montag testen Gardemeister und Andersson noch einmal, um die richtige Abstimmung für die schnellen Pisten und weiten Sprünge zu finden. Der Test dient zudem als Shakedown für die beiden neuen SX4, die komplett neu aufgebaut wurden.


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Üben mit der Freundin als Beifahrerin

In der Sommerpause nahm Gardemeister an der finnischen O.K.-Ralli teil. Als Beifahrerin fungierte diesmal seine Freundin Mia, doch das hinderte ihn nicht daran, fast so schnelle Zeiten zu fahren wie das Citroën-Siegerduo Daniel Sordo und Marc Marti.

"Wenn wir Top-5-Zeiten fahren könnten, wäre das ein Beweis für unsere Fortschritte."
Toni Gardemeister

"Wir sind zwar zum Spaß mitgefahren, aber es hat auch durchaus einem ernsthaften Zweck gedient", erklärte Gardemeister. Die Prüfungen bei Kouvola sind so ähnlich wie die, die wir bei der Rallye Finnland haben werden. Nach so langer Zeit, die ich nicht im Cockpit war, war es gut, wieder in den Rhythmus zu kommen und zu üben, auf den Kuppen die richtige Linie zu finden. Wenn wir den neuen Suzuki getestet haben, wissen wir vielleicht besser, wo wir stehen."

"Viele der Konkurrenten sind zwar von der Motorenpower her noch überlegen und das ist in Finnland ein wichtiger Faktor", fuhr Gardemeister fort. "Aber uns hilft die Streckenkenntnis. In der Vergangenheit waren wir in Finnland immer gut unterwegs, hatten aber auch immer ein bisschen Pech. Dennoch bin ich zuversichtlich. Wenn wir Top-5-Zeiten fahren könnten, wäre das ein Beweis für unsere Fortschritte."

Zuversicht bei Andersson

Kollege Andersson verbrachte den Sommer mit Fitnesstraining im warmen Schweden. Obwohl er seit der Türkei-Rallye kein Rennen mehr gefahren ist, kommt er bester Dinge nach Finnland - vor allem, weil er dort schon in der J-WRC gewonnen hat.

"Es wäre toll, wenn wir bei einer solch anspruchsvollen Rallye in die Punkte fahren könnten."
P-G Andersson

"Finnland ist eine meiner Lieblingsrallyes und ich denke, dass sie meinem Fahrstil entgegenkommt", sagte der Schwede. "Ich war dort immer schon stark und freue mich darauf, jetzt in einem WRC dort zu fahren. Es wäre toll, wenn wir bei einer solch anspruchsvollen Rallye in die Punkte fahren könnten. Solange wir keine Probleme bekommen, sehe ich keinen Grund, warum uns das nicht gelingen sollte."

"Wir haben in der WRC bisher viele harte Lektionen gelernt", erklärte Teamchef Nobuhiro "Monster" Tajima. "Aber das gehört zum Lernprozess dazu. Wir werden nun das Gelernte in die Praxis umsetzen und werden bei der schnellsten und vielleicht härtesten Rallye des Jahres die Verbesserungen am SX4 einführen."

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