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Finnland: Flugshow zwischen den 1.000 Seen

30. Juli 2008 - 15:43 Uhr

Die Rallye Finnland hat ihren berühmt-berüchtigten Ruf nicht von ungefähr: Ultraschnelle Pisten quer durch die Wälder und unzählige Mega-Sprünge

Mikko Hirvonen
Die "1.000-Seen-Rallye" zählt zu den spektakulärsten Stationen im Kalender
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Rallyefahren ist ohnehin nur etwas für Könner, aber die Rallye Finnland ist noch einmal etwas ganz Besonderes. Nach der sechswöchigen Sommerpause startet die WRC mit einem Knaller in die zweite Saisonhälfte - der berühmt-berüchtigten Rallye Finnland. Die frühere "1.000-Seen-Rallye" wird auch gern als "Schotter-Grand-Prix" bezeichnet. Die Rallye mit Basis in Jyväskylä ist eine der bekanntesten im Kalender und sie ist eine Mischung aus Vollgasgeraden in den Wäldern, Mega-Sprüngen, über die die Autos fliegen, und absoluten Mutkurven. Das zieht seit dem WRC-Debüt 1973 in jedem Jahr hunderttausende von Fans an die finnischen Rallyepisten.

Da man die Route genauestens kennen muss und der Aufschrieb bei diesem Lauf noch wichtiger ist als sonst, dominieren die Lokalmatadoren die Show in Finnland. Und andersherum: Es überrascht nicht, dass Finnland und andere skandinavische Länder so viele Rallyestars hervorgebracht hat, wenn diese Pisten als Übungsgelände dienen.

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Speed-Rekorde in Finnland

Die berühmteste Wertungsprüfung der Rallye Finnland steht allerdings nicht mehr auf dem Programm: Ouninpohja. Auf dieser turboschnellen Prüfung mit ihren waghalsigen Sprüngen hält Subaru-Pilot Petter Solberg den Rekord mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 130 Stundenkilometern. Da die Verantwortlichen zu dem Schluss kamen, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, wurde die Ouninpohja gestrichen.

Und noch weitere Rekorde gibt es bei der Rallye Finnland zu verzeichnen. Marcus Grönholm konnte nicht nur seinen Heimlauf sage und schreibe sieben Mal gewinnen. "Bosse" ist dort auch 2005 die bisher schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit überhaupt gefahren, die es je bei einer Rallye gab: 122,86 Stundenkilometer.

Eine Herausforderung für Piloten

Wie anspruchsvoll die Finnland-Rallye ist, beschreibt Subaru-Teamkoordinator Paul Howarth: "Finnland ist eine sehr schnelle Rallye mit Pisten, die einen harten Untergrund haben, aber sich massiv verändern können, wenn es regnet. Es ist einer der schnellsten Events im Jahr, deshalb ist absolute Präzision und 100-prozentiges Vertrauen ins Auto gefragt. Das Selbstvertrauen eines Fahrers kann dort auf jedem Kilometer mehrere Zehntelsekunden ausmachen - Risiken gibt es viele und es ist kein Raum für Fehler."

Diese Mutprobe lockt alljährlich so viele Piloten an wie kein anderer Event. In diesem Jahr haben wieder mehr als 100 Crews gemeldet. Die Rallyebasis ist im südfinnischen Jyväskylä und die Route führt durch tiefe Wälder und vorbei an unzähligen Gletscherseen.

In diesem Jahr führt die Rallye über 24 Wertungsprüfungen und insgesamt 340,42 gezeitete Kilometer. Los geht es mit der traditionellen Zuschauerprüfung am Donnerstagabend auf der Killeri-Trabrennbahn.

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