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Speedway: In der Ruhe liegt die Kraft

18. August 2008 - 11:10 Uhr

Nicki Pedersen hatte in Schweden einen Grand Prix voller Probleme, doch er blieb ruhig und konnte seine Tabellenführung sogar ausbauen

Speedway
Beim Grand Prix in Schweden ging es wieder heiß her
© MST

(Motorsport-Total.com) - Leigh Adams mag den Großen Preis von Skandinavien in Schweden gewonnen haben. Aber Nicki Pedersen ist der große Sieger des Grands Prix. Der Däne baute seine WM-Führung auf Jason Crump um weitere zwei Zähler aus - obwohl er im Wald 330 Kilometer von Stockholm entfernt mit allerlei Problemen zu kämpfen hatte, die seinen Grand-Prix-Alltag vollkommen auf den Kopf stellten.

Aus seinen ersten drei Heats brachte Pedersen nur mickrige drei Punkte heim. Danach musste er hart arbeiten, um es überhaupt noch ins Halbfinale und danach auch in den Endlauf zu schaffen. "Ein Motorrad fiel komplett aus, mit den anderen hatte ich fortwährend Kupplungsprobleme", ächzte Pedersen. "Ich musste wirklich zwingen, ruhig zu bleiben und mich von den vielen Problemen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, wie es mir normalerweise immer passiert."

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Denn die Boxencrew um Cheftechniker John Jörgensen, selbst ein ehemaliger Speedway-Profi, brauchte Pedersen ausnahmsweise mal als ruhenden Pol. "Die Jungs mussten wirklich hart arbeiten. Wenn sie bei einem normalen Grand Prix so ranklotzen, dann gewinnen wir das Rennen normalerweise von der Box aus", vergleicht Pedersen. "Diesmal haben wir genau dort ein bisschen verloren, glaube ich, aber alle gaben ihr Bestes, und ich kam doch noch ins Finale."

Auf dem Weg dorthin war von Pedersen der ganze Kerl gefragt. "Ich verwendete alle drei Motorräder, die ich mitgebracht hatte. Das dauernde Hin- und Her-Wechseln der Maschine, ohne dass dadurch was vorwärts gegangen wäre, wurde irgendwann ziemlich frustrierend. Am Ende war es wohl vor allem meine persönliche Erfahrung, die mich ins Finale trug", analysierte er. "Ich blieb einfach ruhig; wir besprachen die Lage und kamen so doch in den Endlauf. Das war genau das, worauf wir bei der unübersichtlichen Gesamtsituation hinarbeiten mussten. Jetzt möchte ich meinen Vorsprung noch weiter ausbauen."

Weil Jason Crump in Schweden ein durchwachsenes Wochenende durchlief und im Finale von Nicki Pedersen geschlagen wurde, kam der Däne seiner Idealvorstellung einen weiteren Schritt näher - der Titelentscheidung schon vorm Großen Preis von Deutschland, der am 11. Oktober in der Arena Auf Schalke stattfindet.

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