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Speedway: Harris schlägt zurück

21. August 2008 - 12:15 Uhr

In der WM fährt Chris Harris nur noch hinterher, aber in seiner englischen Heimat gab "Bomber" jetzt ein Lebenszeichen von sich

Chris Harris
Für "Bomber" Chris Harris läuft es zumindest in der Heimat nach Wunsch
© MST

(Motorsport-Total.com) - Rache ist süß: Nach diesem Motto drifteten Chris Harris und Hans Andersen zum Titel in der Paarmeisterschaft der britischen Erstligafahrer. Der Erfolg der noch jungen Paarung aus Coventry, die erst entstand, nachdem Peterborough Andersen endlich die Freigabe zum Wechsel erteilt hatte, ereignete sich ausgerechnet in Swindon - der englischen Liga-Heimbahn von Leigh Adams.
Damit rächte sich Andersen dafür, dass Adams ihm auf des Dänen schwedischer Liga-Heimbahn in Målilla den letzten Grand-Prix-Sieg weggeschnappt hatte. Eine glatte Retourkutsche.

Auch für Harris war der Titel Gold wert. Denn in der WM ist der Überraschungssieger von Cardiff 2007 mittlerweile nur noch Staffage; in Målilla belegte er nur den 16. Rang, und in der Gesamtwertung ist auf die zwölfte Stelle abgestürzt.

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Für Harris wird es bis zum Finale in Gelsenkirchen am 11. Oktober ein einziges Zittern, ob er die direkte Qualifikation für die nächstjährige WM überhaupt schafft. Da gab der Erfolg von Swindon hochwillkommenen moralischen Auftrieb - auch wenn "Bomber", wie er sich wegen der Geschichte seiner Wahlheimat Coventry im Zweiten Weltkrieg nennt, einen Sturz im ersten Lauf verdauen musste.

Im Finale ging der Schwede Mads Korneliussen für Swindon in Führung. Doch dessen Paarpartner Leigh Adams konnte das Coventry-Duo aus Harris und Andersen nicht knacken. Andersen blockte den Australier so geschickt, dass der bis zur Flagge nicht einen einzigen Angriff lancieren konnte. Dabei kann man auf der recht langen und schnellen Bahn in Swindon eigentlich durchaus überholen, weil die Kurven recht steil überhöht sind. Doch Andersen erstickte alle Angriffe im Keim.

Harris strahlte nach dem unerwarteten Sieg: "Nach dem Saisonverlauf, den wir mit Coventry bis jetzt hatten, tut dieser Pokal richtig gut. Seit Hans Andersen in der Mannschaft ist, sind wir viel besser aufgestellt. Wir werden dieses Jahr noch einige Überraschungen aus dem Hut zaubern."

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