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Speedway: Das Hickhack ist zu Ende

19. August 2008 - 09:56 Uhr

Hans Andersen darf in der englischen Liga für Coventry fahren - Im Zuge der Umstrukturierungen kam auch eine deutsche Komponente zum Tragen

Pedersen, Crump und Gollob
Ryan Sullivan feiert nach einer Pause wegen Burnouts ein WM-Comeback
© MST

(Motorsport-Total.com) - Ryan Sullivan ist Australier und ehemaliger Speedway-WM-Teilnehmer. Aber der 28-Jährige aus Fitzroy bei Melbourne hat auch eine starke Bindung zu Deutschland: Als er nach dem Gewinn der nationalen U21-Meisterschaft vom Fünften Kontinent in Europa Fuß fassen wollte, fuhr er sein erstes Rennen auf diesem Teil der Welt auf der Traditionsbahn in Brokstedt. Denn in Schleswig-Holstein fand damals ein Vorlauf zur Junioren-WM statt.

Als Vorbereitung auf das Rennen in Brokstedt testeten Sullivan und sein Landsmann Cory Alderton seinerzeit zwei Tage lang im Motodrom Halbemond im ostfriesischen Norden, wo Egon Müller 1983 als bislang einziger Deutscher Speedway-Weltmeister wurde. Und Sullivan blieb den Ostfriesen auch danach als Nummer-eins-Pilot für ihr Zweitligateam treu, solange es das noch gab.

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Jetzt ist der zurückhaltende Melbournian der Schlüssel im Transferhickhack rund um Hans Andersen. Die Peterborough Panthers konnten Sullivan dazu bewegen, sich doch wieder in der britischen Liga zu engagieren. Eigentlich wollte der Australier das nicht mehr, weil ihm die viele Reiserei mit fast täglichen Ligarennen in England und dazwischen geschobenen Auftritten in Schweden und Polen zu sehr an die Substanz ging. Sullivan zog stattdessen ins polnische Torun um - und ging das Wagnis ein, für Mega-Lada Togliatti in der aufstrebenden Russischen Speedway-Liga zu fahren.

Doch jetzt zieht es Sullivan zurück in die WM, die er vor zwei Jahren mit einem veritablen Burnout-Syndrom verlassen musste. Das diente als Entscheidungshilfe, sich doch wieder für Peterborough zu engagieren - immerhin neben Norden sein Stammverein in der Frühphase der europäischen Karriere.

Sullivan kam - und Hans Andersen konnte den ersehnten Wechsel nach Coventry vollziehen. Seit kurzem ist der Däne für den noch amtierenden Meister startberechtigt - nachdem Peterborough die endgültige Freigabe mit verwaltungstaktischen Winkelzügen noch so lange hinausgezögert hatte, bis das direkte Aufeinandertreffen der beiden Vereine vorbei war.

Um Andersen in den Teamkörper integrieren zu können, musste Coventry noch weiter umstrukturieren. Dabei sicherten sich die Bees auch die Dienste des 29-jährigen Neuwieders Robert Kessler. Der fuhr in der Bundesliga für Diedenbergen und Landshut, ist aber seit einiger Zeit nur noch in England zuhause. Kessler steigt für Coventry aus dem seinem Stammrevier, der zweiten Liga, in die Elite-League auf. Er ist neuer Reservefahrer der Coventry Bees.

In den Kreis der Wildcard-Anwärter für das Saisonfinale der WM, das am 11. Oktober in der Arena Auf Schalke stattfindet, ist Kessler deswegen aber noch lange nicht gerückt.

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