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Jetalliance: Die verflixte siebte Stunde

04. August 2008 - 14:20 Uhr

Für die Jetalliance-Mannschaft um Karl Wendlinger kam nach rund einen Viertel das Aus - Unfall des Ex-Formel-1-Piloten

Karl Wendlinger
Die Jetalliance-Mannschaft erlebte erneut den Ausfall in der siebten Rennstunde
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Spricht man in der Ehe vom "verflixten siebten Jahr", so lässt sich diese Binsenweißheit im Rennsport auf die Jetalliance-Mannschaft übertragen. Im vergangenen Jahr fiel man in der siebten Rennstunde wegen eines technischen Defektes aus, in diesem Jahr war es ein Unfall, der das österreichische Team zur gleichen Stunde aus dem Rennen riss. Karl Wendlinger hatte den Aston Martin DBR9 auf Platz fünf liegend hart in die Barrieren gesetzt. Der 'Motorsport-Total.com'-Experte blieb bei dem heftigen Unfall zum Glück unverletzt.

"Es passierte beim Anbremsen. Ich sah, dass sich direkt vor mir zwei Konkurrenten überholten, also ging ich etwas früher vom Gas, um kein Risiko einzugehen", beschrieb Wendlinger die entscheidende Rennszene. "In dem Moment, als ich auf die Bremse ging, drehte sich mein DBR9 um 180 Grad. Dann rutschte ich seitlich an den Reifenstapeln entlang, traf einen Konkurrenten auf der Strecke, bevor ich dann ultimativ auf der anderen Seite in die Barrieren krachte."

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Die Jetalliance-Mannschaft hatte kurz zuvor bei der Sechs-Stunden-Marke im Rennen zwei Zähler für Rang fünf gesammelt. Man lag zwar nicht ganz vorne, aber wenigstens aussichtsreich im Langstreckenrennen. "Die einzige Erklärung ist, dass ich beim Anbremsen auf einen feuchten Fleck gekommen sein muss", beschrieb Wendlinger. "Der Ausfall ist ganz besonders bitter, weil wir bis dorthin gut gefahren waren."

Der österreichische Ex-Formel-1-Pilot hatte einen guten Start hingelegt und den Wagen am Ende des ersten Stints als Zweiter an Alex Müller übergeben. Während der Deutsche die Position halten konnte, verlor Ryan Sharp zwar keinen Platz, aber viel Vorsprung während seines Turns: "Ich komme mit mir selbst nicht klar, ich bin heute einfach zu langsam." Teameigener Lukas Lichtner-Hoyer setzte sich als nächster ans Steuer und hatte Probleme bei einem Boxenstopp. Konsequenz: Das Team war nach vier Stunden auf den sechsten Rang zurückgefallen.

Karl Wendlinger machte bei seinem anschließenden Dopperlstint viel Boden und eine Position wieder gut, bevor das endgültige Aus kam. "Spa scheint uns nicht zu mögen", kommentierte Teamchef Lichtner-Hoyer. "Immer wieder diese ominöse siebte Stunde. Es ist wie verhext. Es lief alles gut, wir hätten aufs Podium kommen können. Jetzt ist natürlich die Enttäuschung im gesamten Team riesig groß."