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McLarens J-Dämpfer für jeden zugänglich

21. August 2008 - 16:27 Uhr

Weil ein Exklusivabkommen mit der Cambridge-Universität ausläuft, kann bald jedes Team den J-Dämpfer von McLaren-Mercedes kaufen

Lewis Hamilton
Die Silberpfeile müssen eines ihrer technischen Geheimnisse preisgeben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eines der großen technologischen Geheimnisse der modernen Formel 1 wird dieser Tage gelüftet: der J-Dämpfer von McLaren-Mercedes. Somit werden bald alle Teams Zugang zu dem System haben, das ursprünglich als Schwingungstilger bekannt geworden war. Schuld daran ist der Ablauf eines Exklusivabkommens.

Entwickelt wurde das McLaren-System, das unter dem verwirrenden Namen J-Dämpfer geführt wurde (richtiger Name: Inerter-Dämpfer), um die Konkurrenz auf die falsche Fährte zu locken, nämlich nicht von den Ingenieuren von Ron Dennis in Woking, sondern von Professor Malcolm Smith von der britischen Eliteuniversität Cambridge. Die Universität sicherte sich das Patent und unterzeichnete 2005 ein dreijähriges Exklusivabkommen mit McLaren, das nun ausgelaufen ist.

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Die Lizenz hat nun das US-Racing-Unternehmen Penske gekauft, zu dem eine eigene Division für Stoßdämpfer gehört. Penske hat naturgemäß ein Interesse daran, für die entwickelten Lösungen Abnehmer zu finden, um möglichst viel Kapital aus der Lizenz zu schlagen. Nur für die eigenen NASCAR- und IndyCar-Teams wurde das J-Dämpfer-Konzept jedenfalls sicher nicht erworben. Interessant: Roger Penske war viele Jahre Teilhaber der heutigen Mercedes-Motorenschmiede.

Doch was ist ein J-Dämpfer eigentlich? Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um einen Stoßdämpfer, der nicht nur über die üblichen Elemente verfügt, sondern auch über eine bewegliche Masse beziehungsweise ein Schwungrad, das die aufgenommene Energie absorbiert. Auf das Fahrverhalten wirkt sich das überaus positiv aus, weil Bodenwellen besser geschluckt werden. Renault und - wie man erst seit kurzem weiß - McLaren waren in der Formel 1 die Vorreiter.

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