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Bourdais: "Immer noch kompliziert"

07. August 2008 - 14:42 Uhr

Sébastien Bourdais sieht sich trotz des Pechs in Ungarn auf dem leicht aufsteigenden Ast: "Es sind kleine Schritte"

Sébastien Bourdais
Toro-Rosso-Pilot Sébastien Bourdais muss um sein Cockpit für 2009 kämpfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Sébastien Bourdais hätte es auch weiterhin der Gebrauchtwagen getan. Seit Toro Rosso im Mai in Monaco das neue Auto einsetzt, hechelt der Franzose seinem Teamkollegen Sebastian Vettel erfolglos hinterher. Der Fahrstil des vierfachen ChampCar-Champions passt einfach nicht zum STR3, der offenbar dazu neigt, am Eingang von langsamen Kurven ein instabiles Heck zu zeigen. In kleinen Schritten und mit feinen Detailverbesserungen an der Abstimmung sieht sich Bourdais dennoch endlich auf einem guten Weg.

"Im Freitagstraining in Ungarn habe ich genauso wie in der Woche zuvor beim Jerez-Test wieder ein paar Kleinigkeiten gefunden, die mich das Auto haben besser verstehen lassen", schrieb der Toro-Rosso-Pilot in seiner Kolumne in der französischen Sportzeitung 'L'Equipe'. "Ich bin allerdings immer noch nicht ganz zufrieden. Wir haben alle unseren eigenen Fahrstil und meiner passt überhaupt nicht zu einem Auto, welches in schnellen Kurven untersteuert und in engen Ecken übersteuert."


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Das hausinterne Bourdais-Problem: Die Red-Bull-Piloten Mark Webber und David Coulthard kommen mit dem aktuellen Modell ebenso gut zurecht wie Teamkollege Sebastian Vettel. Die Wünsche des Franzosen gehen also in der Entwicklungsabteilung eher unter. Der Formel-1-Neuling muss seinen Fahrstil anpassen. "Damit habe ich Probleme", gab er zu. "Im einen Moment überfahre ich das Auto, in der nächsten Minute fahre ich dann nicht hart genug. Vettel kann sich besser darauf einstellen."

Die Probleme schlagen sich in der Statistik deutlich nieder: Bourdais konnte seit Einführung des STR3 bei fünf Zielankünften keinen einzigen Zähler holen, Vettel kam im gleichen Zeitraum vier Mal ins Ziel und holte sechs Punkte. Viele Stimmen in der Boxengasse sprechen bereits von einem Abschied des Franzosen zum Ende der Saison. Doch der 29-Jährige gibt zu bedenken: "Trotz aller Probleme: Es wird Schritt für Schritt besser."

"Ich habe viel Zeit verschwendet, als ich beim Setup nach dem großen Bock gesucht habe, der mich in die Probleme brachte. Ich wollte das Auto einfach für meinen Fahrstil einstellen. Jetzt konzentriere ich mich auf Details und mache kleine Schritte. Das zahlt sich viel besser aus", erklärte Bourdais, fügte aber auch ganz offen an: "Es ist immer noch kompliziert. So ist es nun mal..."