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Ekström: Dauergrinsen im Cockpit

28. Juni 2009 - 21:31 Uhr

Mattias Ekström hatte seinen Spaß, als er am Norisring Jagd auf das Führungstrio machte - Doch am Anfang war ihm gar nicht nach Lächeln zumute

Mattias Ekström
Mattias Ekström hatte am Ende auf dem Norisring noch jede Menge Spaß
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mattias Ekström stieg nach den 80 dramatischen Runden am Norisring mit einem breiten Grinsen aus seinem A4. Als Dritter war er aufs Podium gefahren und bester Audi-Pilot. Und: Die letzten 20 Runden waren so richtig nach seinem Geschmack. Er hatte das Führungstrio gejagt und konnte rundenlanges Racing genießen - mit einem Lächeln unter dem Helm.

Doch die Anfangsphase war so gar nicht nach dem Geschmack des Schweden. Er gab zwar gleich am Start ins Norisring-Rennen richtig Gas und attackierte seinen Teamkollegen Timo Scheider, der vor ihm auf der Pole gestanden hatte. Noch in der ersten Runde konnte er sich an die Spitze des Feldes setzen - aber die Freude darüber währte nicht lang. Was Ekström nicht bemerkt hatte: Das Safetycar war nach dem Crash von Oliver Jarvis und Tomas Kostka schon unterwegs auf die Strecke - Ekström hätte Scheider eigentlich nicht überholen dürfen. Er wurde wieder zurückgepfiffen.

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"Zu Beginn des Rennens hatte ich kein Lächeln im Gesicht, als mir per Funk gesagt wurde, dass ich Timo beim Restart wieder vorbeilassen muss. Das war nicht so toll", schilderte Ekström. "Aber danach war das Rennen wirklich großartig."

"Der Stopp hat einfach ein bisschen länger gedauert als er sollte."
Mattias Ekström

Abgesehen allerdings von seinem ersten Boxenstopp, bei dem er so viel Zeit verlor, dass er hinter Gary Paffett auf Rang fünf zurückfiel. Ekström hatte den Standplatz offenbar nicht ganz getroffen. "Wir haben das Problem nicht analysiert. Der Stopp hat einfach ein bisschen länger gedauert als er sollte", sagte er, betonte aber: "Aber wir fahren so viele Rennen, und ich habe seit so vielen Jahren viel Erfolg. Manchmal mache ich kleine Fehler und manchmal das Team Fehler. Aber wir halten alle zusammen, wie feiern die guten Tage gemeinsam und bei Problemen setzen wir uns alle zusammen und kommen noch motivierter zum nächsten Rennen."

Doch danach war ihm das Glück hold. Beim zweiten Stopp war es Paffett, der ein Problem hatte, Ekström war wieder Vierter und hatte freie Fahrt: "Dann habe ich die Jungs vor mir gesehen. Es waren noch über 20 Runden zu fahren. Ich habe zwar nicht wirklich daran geglaubt, dass ich sie einholen kann, aber ich habe entschlossen, es zumindest zu versuchen." So startete er seine Aufholjagd nach vorn. Und er konnte plötzlich immer näher aufschließen.

"Ich habe zwar nicht wirklich daran geglaubt, dass ich sie einholen kann, aber ich habe entschlossen, es zumindest zu versuchen."
Mattias Ekström

"Etwa zehn Runden später fiel mir auf, dass Timo Probleme hatte, die Pace zu halten. Und dann begann eines der besten Rennen, die ich seit Langem erlebt habe", strahlte Ekström noch lange nach dem Zieldurchlauf. "Ich bin natürlich traurig, dass Audi nicht gewonnen hat, aber es ist alles fair abgelaufen. Ich habe Punkte geholt und die Meisterschaft ist sehr eng. Audi liegt immer noch vorn, aber es ist sehr eng. Ich freue mich wirklich auf die kommenden Rennen."

Sein Teamkollege Scheider, der das Rennen bis zur vorletzten Runde angeführt hatte, musste sich am Ende mit Rang vier begnügen. Ekström weiß, wie sich Scheider danach gefühlt haben muss: "Jeder will gewinnen und wir müssen alle kämpfen. Ich weiß selbst, dass es nichts wert ist, in Führung zu liegen, bis das Rennen vorüber ist. In Hockenheim lag ich komfortabel vorn und es ging schief. Heute war es bei Timo so. Das gehört zum Racing."

"Heute hat sich gezeigt, dass nur wichtig ist, bei der karierten Flagge vorn zu sein - nicht in den ersten 80 Runden", philosophierte er. "Aber es ist wirklich hart, wenn man vorn war. Ich kann jetzt genau nachvollziehen, wie sich Timo fühlt und das ist nicht besonders prickelnd. Aber auch er hat gepunktet und führt die Meisterschaft weiter an. Das muss er aus diesem Rennen mitnehmen."

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