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Engel sehnt Ende der Pechsträhne herbei

09. Oktober 2008 - 13:12 Uhr

Maro Engel hat in dieser Saison noch eine Chance auf "ein ganz normales Rennen" - Auch in Le Mans ging es für den Deutschen drunter und drüber

Maro Engel
Ausrutscher: Maro Engels DTM-Saison verlief bisher nicht immer reibungslos...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Maro Engels Debüt-Saison in der DTM neigt sich dem Ende entgegen. Zehn Rennen ist er im Mücke-Mercedes bereits gefahren - sein Punktekonto ist allerdings noch leer. Dabei wäre ein Platz in den Top 8 in dem einen oder anderen Rennen sicher drin gewesen. Teamkollege Ralf Schumacher ist das zweimal gelungen, wenn auch teilweise mit Glück. So wie in Barcelona, wo Schumacher durch die Strafen gegen Mattias Ekström und Jamie Green noch von Platz neun auf Rang sieben rutschte.

Engel hatte dieses Glück bisher nicht - und in vielen Rennen kam auch noch Pech dazu, so wie am vergangenen Wochenende in Le Mans. Der Frankreich-Besuch begann für ihn mit einem Megacrash im Test am Freitag. "Wäre das DTM-Rennen in Le Mans eine Meisterschaft der Mechaniker gewesen, meine Jungs hätten sich mit ihrer Top-Leistung sicherlich ganz oben auf das Podium geschraubt", bedankte er sich auf seiner Internetseite bei seinem Team. Während die Mechaniker die Nacht durcharbeiteten, um den völlig zerstörten für den Mercedes wieder hinzubekommen, brachte ihnen ihr Pilot sogar persönlich Kaffee. Engel ging ins Bett, seine Leute schraubten weiter: "Stolz präsentierten sie mir am nächsten Morgen meine C-Klasse, die sich in einem phänomenalen Zustand befand", erzählte er.


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Diese Nachtschicht war aber nicht der einzige Sondereinsatz der Mechaniker. Da ein Gangsensor Zicken machte, musste an diesem Wochenende auch noch Engels gesamtes Getriebe zerlegt werden. Eine Stunde später war das Auto wieder startklar. Für diese Anstrengungen hätte sich Engel gern mit einer Topplatzierung bedankt. Die Ausgangslage war gut: Als einziger der Mercedes-Jahreswagen-Piloten hatte er es im Qualifying in Q2 geschafft. Doch im Rennen war mehr als Platz 14 nicht drin. "Beim schwierigen Reifen-Poker hatten wir ziemlich eindeutig die falschen Karten auf den Tisch gelegt", bilanzierte er. "Dabei funktionierte das Fahrzeug sonst tadellos."

Nach der zweiten Kurve nach dem Start hatte er drei Plätze gut gemacht, geriet dann aber ins Getümmel und musste den "Notausgang" nehmen. Engel musste einen ersten Reparaturstopp einlegen - es war der erste von fünf Boxenstopps, die er in diesem Rennen machte. Regen, kein Regen, Regen - immer wieder holte er die entsprechenden Pneus in der Box ab: "Das Reifen-wechsel-dich-Spiel kostete insgesamt jede Menge Zeit: Zu den vorgeschriebenen Boxenstopps kamen drei extra hinzu. Dass es da einem im Vergleich zu anderen Fahrern, die mit weniger auskamen, ganz schön die Bilanz verhagelt, dürfte klar sein", resümierte er frustriert.

Doch Engel steckt auch nach dieser Enttäuschung den Kopf nicht in den Sand: "Ein Rennen haben wir schließlich noch, und wenn meine Pechsträhne am 26. Oktober in Hockenheim vielleicht endlich abreißt, werde ich unter normalen Rennbedingungen endlich beweisen können, was in mir steckt."

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