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Paffet: Empfehlung für den Neuwagen

02. August 2008 - 12:41 Uhr

Ex-Champion Gary Paffett verbringt seine zweite Saison im Jahreswagen, sieht aber keinen Grund, warum er 2009 nicht ein aktuelles Auto bekommen sollte

Gary Paffett
Gary Paffett ist für viele Beobachter ein Kandidat für einen Neuwagen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für viele Beobachter ist klar: Gary Paffett gehört wieder in einen Neuwagen. In Hockenheim, am Norisring und zuletzt am Nürburgring machte er in seiner 2007er-C-Klasse der Konkurrenz in aktuellen Fahrzeugen das Leben schwer. Mit sieben Punkten auf seinem Konto ist Paffett derzeit der beste Jahreswagen-Pilot in der Gesamtwertung - und eigentlich hätte er noch vier Zähler mehr, wäre er nicht am Norisring wegen eines etwas zu leichten Autos aus der Wertung genommen worden.

Dass Paffett es kann, hat er mit seinem Meistertitel 2005 gezeigt. Doch der Engländer entschied danach, sein Glück in der Formel 1 zu versuchen. Bei seiner DTM-Rückkehr 2007 war nur ein Jahreswagen für ihn frei, und bei der Cockpit-Vergabe für 2008 zog er wieder den Kürzeren. Mercedes entschied sich dafür, Paul di Resta aus dem Zweijahreswagen in die aktuelle C-Klasse zu holen. Sonst war kein Cockpit frei, da Wackelkandidat Jamie Green sich mit seinen beiden Siegen am Saisonende 2007 seinen Verbleib im Neuwagen gesichert hat.

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Di Resta habe die Chance im Neuwagen verdient, hatte Paffett zu Beginn der Saison 2008 gesagt. Schließlich habe sein früherer Teamkollege in der vergangenen Saison einen "Riesenjob" gemacht. Paffett gab damals außerdem zu bedenken, dass er sich teilweise auch auf seinen "Nebenberuf" als Formel-1-Testfahrer bei McLaren-Mercedes konzentrieren müsse - inzwischen sieht er darin aber keinen Hinderungsgrund mehr, in einen Neuwagen aufzusteigen.

Kein Problem mit Doppelbelastung

"Die Testfahrten sind da gar kein Problem, denn so oft teste ich ja nicht", sagte Paffett im Exklusiv-Interview mit 'Motorsport-Total.com' auf die Frage, wie seine Chancen auf einen Neuwagen stehen. Aber: "Im Moment gibt es vier Neuwagen und vier Piloten, die sie fahren. Deshalb gibt es kein freies Cockpit im aktuellen Auto. Man muss abwarten, ob jemand geht oder ob es sonst eine Veränderung gibt."

"Wenn Ergebnisse ausschlaggebend sein sollten, dann sehe ich da auch kein Problem."
Gary Paffett

Möglich ist, dass Rekordchampion Bernd Schneider nach dieser Saison seine DTM-Karriere beendet. Dann wäre 2009 wieder ein Neuwagen-Cockpit bei Mercedes frei. Doch Paffett wäre nicht der einzige Bewerber: Sollte Ralf Schumacher sich entscheiden, in der DTM zu bleiben und seine Leistung weiter so steigern wie bisher, könnte er der heißeste Kandidat für einen Aufstieg sein - schon allein aus PR-Gründen.

Doch Paffett gibt die Hoffnung nicht auf: "Bisher war ich deutlich der beste Mercedes-Jahreswagenfahrer. Und wenn Ergebnisse ausschlaggebend sein sollten, dann sehe ich da auch kein Problem. Ebenso wenig wie darin, beide Jobs zu machen. Das mache ich im Augenblick ja auch und es stört nicht meine Konzentration auf die DTM."

Das komplette Exklusiv-Interview, in dem Paffett außerdem über seine bisherige Saison, seinen "Zweitjob" als Formel-1-Testpilot und seine Wünsche für die Zukunft seiner Kinder sprach, finden Sie ab morgen bei 'Motorsport-Total.com'.

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