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Spenglers grandiose Aufholjagd

28. Juli 2008 - 16:11 Uhr

Von 16 auf den siebten Platz zu fahren ist eine tolle Leistung - aber es wäre mehr dringewesen

Bruno Spengler
Bruno Spengler bei seiner grandiosen Aufholjagd auf dem Nürburgring.
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ein tolles Rennen fuhr auch Bruno Spengler, der nach einem totalen Qualifying-Desaster von der 16. Position aus ins Rennen gehen musste. Am Ende überquerte er als Siebter die Ziellinie, allerdings verhinderte ein zu langer zweiter Boxenstopp eine sogar noch bessere Platzierung. Grundstein für den Erfolg Spenglers war der Start und die erste Runde. Schon vor dem Start hatte er drei Konkurrenten vor sich weniger, da Mattias Ekström, Timo Scheider und Markus Winkelhock nach der Einführungsrunde zum Reifenwechsel in die Box kamen. "Ich habe gedacht, dass ist nicht blöd, denn es könnte wirklich regnen", gab er zu. "Es war nicht blöd - die haben probiert. Dann habe ich gedacht, es regnet nicht genug und das ist gut für uns."

Als die Ampel ausging, erwischte Spengler einen guten Start und konnte bereits vor der ersten Kurve einige Platze gutmachen. "Die erste Runde war auch nicht so schlecht und ich konnte ein bisschen überholen. Es war eigentlich gar nicht so schlecht", untertrieb der Kanadier später. Immerhin kam er auf der sechsten Position aus der ersten Runde wieder. Einen Umlauf später hatte er noch Ralf Schumacher kassiert und war nun Vierter.

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Nach seinem ersten Boxenstopp in der zehnten Runde, kam er bereits in der 19. Runde zu seinem zweiten Reifenwechsel. Allerdings gab es Probleme mit der Radmutter am rechten Hinterrad. "Der zweite Boxenstopp hat ein bisschen gedauert, da habe ich zwei Plätze verloren gegen Timo Scheider und Mattias Ekström", erzählte er. Doch er konnte nicht an den beiden dranbleiben.

"Ich glaube, Regenreifen wären besser gewesen."
Bruno Spengler

Als dann der Regen stärker wurde, blieb Spengler auf Slicks. "Das Team hat die Entscheidung getroffen auf Slicks zu bleiben", erklärte der Kanadier. "Ich glaube, Regenreifen wären besser gewesen. Im Rennen ist immer schwer die richtige Entscheidung zu treffen." Somit konnte er sich auch nicht gegen Timo Scheider, der am Ende auf Regenreifen unterwegs war, erwehren. Damit blieb ihm im Ziel der siebte Rang, mit dem er aber nicht unzufrieden ist. "Von 16 besser zu werden als 7. ist schwer."

Allerdings hielt sich seine Freude über das gute Ergebnis in Grenzen. Da er hinter seiner direkten Konkurrenz in der Meisterschaft ins Ziel kam, ist der Titel wieder ein Stück weiter weg gerutscht. Dem Kanadier fehlen bei noch 40 ausstehenden Punkten 16 Zähler auf Scheider und sogar immerhin noch neun auf den viertplatzierten Paul di Resta.