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Green: Erst "Eisbahn", dann Podium

28. Juli 2008 - 00:11 Uhr

Jamie Green fuhr von Startplatz 13 aufs Podium und ist in der Tabelle wieder Zweiter - Das Wetter war für ihn das ganze Rennen über ein Lotteriespiel

Jamie Green
Jamie Green ist von Startplatz 13 aus als Dritter aufs Podium gefahren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am Nachmittag vor dem Nürburgringrennen hatte Jamie Green keine großen Erwartungen. Von Startplatz 13 aus wusste er, dass nicht allzu viel drin war. Doch nach 43 turbulenten Runden stand der Mercedes-Pilot als Dritter auf dem Podium. Und was wohl noch wichtiger ist: In der Meisterschaft hatte er wieder Platz zwei übernommen und den Rückstand auf Tabellenführer Timo Scheider auf vier Punkte verkürzt.

Schlüssel zum Erfolg: Mercedes hatte in Reifenpoker und Nieselregen auf die richtige Karte gesetzt und alle Sternen-Fahrer auf Trockenreifen los geschickt. Da Audi mit Regenreifen die falsche Wahl getroffen hatte, war auch für Green der Weg nach vorn frei. Es sei aber mehr als eine Lotterie gewesen, räumte er danach gegenüber 'Motorsport-Total.com' ein.

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"Das ganze Rennen über war es wirklich schwer, das Wetter vorherzusagen und wie sich die Bedingungen entwickeln würden", berichtete Green. "Beim Start wusste man nicht, ob man Regenreifen oder Slicks aufziehen sollte." Die Slicks, für die sich Mercedes entschieden hatte, haben sich als richtige Wahl erwiesen. Green will sich aber nicht mir fremden Federn schmücken: "Ich muss dem Team für diese Entscheidung danken. Sie haben das entschieden, nicht ich, deshalb darf ich dafür auch keine Lorbeeren bekommen."

Rätselraten im Regen

Danach lief weitgehend alles nach Plan für den Engländer: "Ich hatte einen guten Start und konnte in der ersten Runde Positionen gut machen. Es war ein recht sicheres Rennen. In den ersten Runden hatte ich einen recht engen Fight mit Ralf Schumacher, aber als ich ihn überholt hatte, konnte ich davonziehen."

"Es ging nur darum, vorherzusehen, ob der Regen schlimmer wird oder aufhört. Und er wurde schlimmer."
Jamie Green

In der Schlussphase des Rennen hatte sich Green bis auf Rang drei vorgearbeitet - und dann wurde der Regen immer stärker: "Wir haben über Funk besprochen, ob wir Regenreifen aufziehen sollen oder nicht", berichtete er über den erneuten Reifenpoker. "Nicht einmal ich war mir sicher. Sie haben mich gefragt: 'Willst du Regenreifen?' und ich habe geantwortet 'Es ist nur schmierig, es ist nicht richtig nass'. Es ging nur darum, vorherzusehen, ob der Regen schlimmer wird oder aufhört. Und er wurde schlimmer."

Dennoch entschieden Green und sein Team, auf Slicks zu bleiben, anders als Paul di Resta, der als Zweiter noch einmal zu einem Extrastopp in die Box abbog und sich Regenpneus holte. Den konnte Green dann auch nicht lange hinter sich halten. "Meine Rundenzeiten waren am Ende wirklich langsam, weil es war, als ob man auf Eis fährt. Paul ist dann wie aus dem Nichts gekommen und hat mich von Platz zwei verdrängt", schilderte er. Doch er nahm es gelassen: "Bevor Paul in die Box ist, um Regenreifen zu holen, war ich sowieso Dritter. Deshalb hat sich dadurch nichts geändert."

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