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Gerhard Ungar kann Audi nicht verstehen

27. Juli 2008 - 22:49 Uhr

Gerhard Ungars vier aktuelle Mercedes-Boliden sind in den Punkten - Alle sind auf Slicks ins Eifelrennen gegangen

Gerhard Ungar - Technischer Leiter HWA
Gerhard Ungar hat heute auf dem Nürburgring allen Grund zu feiern.
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Gerhard Ungar, der technische Leiter von HWA, hatte heute viel Grund zur Freude. Seine vier Fahrer kamen in die Punkte, drei von ihnen sorgten sogar für ein reines HWA-Podium. Das lag auch an der falschen Reifenwahl der Konkurrenz bzw. der eigenen richtigen. Bei Mercedes waren alle Piloten mit Slicks ins Rennen gestartet und wechselten erst gegen Ende vereinzelt auf Regenreifen.

Die Entscheidung von Audi, das Rennen auf Regenreifen zu starten, kann Ungar nicht nachvollziehen. "Zu diesem Zeitpunkt konnte man keine Regenreifen draufmachen. Auch wenn es in ein oder zwei Runden anfängt zu regnen", sagte er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wenn man bei diesem Bedingungen mit Regenreifen losfährt, sind die in zwei Runden hinüber und dann muss ich eh wieder wechseln." Bei Mercedes wären Regenreifen höchstens eine Option für jene Piloten gewesen, sie ohnehin hinten standen und alles riskieren konnten. "Bei Bruno Spengler hätten wir es vielleicht machen können - vielleicht", so Ungar.


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Seiner Meinung nach wäre es besser gewesen, im Reifenpoker das Risiko im Team aufzuteilen. "Man muss - egal wo man steht - das Richtige machen und vielleicht auch bei einem Teil der Mannschaft ein Risiko eingehen. Aber sicherlich nicht maximales Risiko gehen oder sagen, in den nächsten zwei Minuten regnet es." Nach dieser Taktik ist man bei Mercedes gegen Ende des Rennens vorgegangen, als der Regen stärker und das Wasser auf der Strecke immer mehr wurde.

Man entschied sich, bei Paul di Resta Regenreifen aufzuziehen. "Generell wollten wir das Risiko teilen. Vor allem mit den Fahrzeugen, die in der Meisterschaft weit vorne sind - also mit Jamie Green und Paul. Deshalb haben wir uns entschieden, einen auf Regenreifen wechseln zu lassen. Letztlich war es egal und hat an der Reihenfolge nichts geändert, denn Paul ist wieder Zweiter geworden. Aber vom Ausgangspunkt war es absolut die richtige Entscheidung."

Green und Di Resta sind in der Meisterschaft noch näher an die Audi herangekommen. Green liegt vier Punkte hinter Tabellenführer Timo Scheider, di Resta sieben. Beim nächsten Rennen in Brand Hatch ist also alles möglich.

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