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Engel: Plötzlich gab es einen Knall

30. Juli 2008 - 15:40 Uhr

Maro Engel wurde für sein gutes Qualifying auf dem Nürburgring nicht belohnt: Der Mücke-Pilot ging in der Eifel durch ein Wechselbad der Gefühle

Maro Engel
Maro Engel blickt den Rennen nach der Sommerpause optimistisch entgegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während Teamkollege Ralf Schumacher auf dem Nürburgring seinen ersten Punkt holte, ging Maro Engel leer aus. Dabei war die Ausgangslage für die beim Start sehr ähnlich: Schumacher startete nach der chaotischen Qualifikation von Startplatz sieben, Engel von Rang acht. Doch in der in der Einführungsrunde ärgerte er sich zunächst über den langsamen Polesetter Tom Kristensen und schließlich beförderte ihn Katherine Legge aus dem Rennen.

An diesem Wochenende seien bei ihm und seinem Team wirklich alle Emotionen vertreten gewesen, so Engel. Für Hochstimmung sorgte die Tatsache, dass er sich bei schwierigen Bedingungen seinen bisher besten DTM-Startplatz geholt hat.

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Der Motor wurde immer heißer

Die Chancen auf Punkte habe man ihm jedoch schon vor dem Start zunichte gemacht: "Polesetter Tom Kristensen ist in der Einführungsrunde unterirdisch langsam gefahren, das war wirklich nicht ganz in Ordnung. Er hat einfach auf den Regen gewartet. Das war einfach viel zu langsam - dauernd im ersten Gang", so Engel, dessen Motor durch das langsame Hinterherfahren überhitzte. "Ich hatte auf dem Grid schon 122 Grad Wassertemperatur."

Die Folge: "Als ich aufs Gas bin, kurz vor der ersten Kurve, hat es einen Knall gegeben und der Motor war aus. Ich habe erst gedacht, dass der Motor kaputt wäre", schilderte Engel gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Er könne sich nur vorstellen, dass es bei den Fahrern um ihn herum nur um wenige Grad Wassertemperatur gut gegangen ist.

Die Folge: Engel stand mindestens 20 Sekunden am Streckenrand, bevor er weiterfahren konnte. "Damit war das Rennen eigentlich zu Ende", klagte der Mücke-Pilot. Die ersten zehn Rennrunden war er jedoch schnell unterwegs und konnte ans Feld wieder anschließen. "Und dann haben wir von der Strategie her entschieden, dass wir länger draußen bleiben. Entweder es regnet und wir haben Glück und kommen wieder ins Spiel, oder das war's. Aber der Regen hätte früher kommen müssen und dann richtig."

Mit Legge ins Kiesbett

Nach dem hinausgezögerten ersten Stopp war das Rennen für Engel aber auch schon bald beendet. Zurück auf der Strecke reihte er sich hinter Audi-Pilotin Legge ein. In der 25. Runde startete er kurz vor der Start-und Zielgerade ein Überholmanöver, doch die Britin kam ihm immer näher. Legge wollte nach eigener Aussage in die Box abbiegen, doch Engel ist der Meinung, dass die Audi-Piloten dann hätte bremsen und ihn durchlassen sollen: "Selbst wenn sie in die Box wollte, war da trotzdem ein Auto und das kann man nicht einfach übersehen."

Aber die beiden kamen sich immer näher, bis Legge Engel touchierte und sich drehte. Als der Mercedes-Pilot sah, dass Legge wieder zurück auf die Strecke kam, bremste er stark ab, sie aber auch. Gemeinsam rutschten die beiden ins Kiesbett. Engel war entsprechend sauer: "Wenn man auf dem Level fährt in der DTM, dann sollte man sich da ein bisschen besser beherrschen. Und wenn man dann einen Fehler macht, dann sollte man dazu stehen."

Es gibt aber auch Positives, das der Mücke-Pilot mit in die Sommerpause nimmt: Der Grundspeed habe gepasst und Ralf Schumacher habe gezeigt, dass das Team in der Lage sei, Punkte zu holen.