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Die DTM-Neueinsteiger im Visier

12. April 2008 - 20:37 Uhr

Oliver Jarvis machte mit Platz acht von sich reden - Doch alles redet über Promi-Neuzugang Ralf Schumacher

Oliver Jarvis
Oliver Jarvis erfüllt sich eine eigenen hohen Erwartungen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Gleich fünf Neueinsteiger, darunter ein Rückkehrer, sind diese Saison im DTM-Fahrerfeld vertreten. Oliver Jarvis, Ralf Schumacher, Maro Engel und Katherine Legge erlebten heute ihr erstes Qualifying. Christijan Albers war froh, wieder dabei zu sein.

Der Brite Jarvis absolvierte sein Zeittrainings-Debüt mit einem Paukenschlag. Sprung in den letzten Qualifyingteil und Platz acht in der Startaufstellung ließen sogar Experten aufhorchen. Doch Jarvis war wenig überrascht. "Das war mein Ziel", meinte er selbstbewusst gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich habe immer hohe Erwartungen und ich wäre enttäuscht gewesen, nicht so weit zu kommen."

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Auf die Frage, ob er sich im Klaren sei, dass er den Rekordchampion Bernd Schneider geschlagen hat, antwortete er ganz cool: "Ich habe sogar zwei Meister hinter mir gelassen. Schließlich hat Gary Paffett auch schon den Titel geholt." Trotzdem ist er sich bewusst, dass es für ihn morgen nicht einfach wird. "Es wird ein hartes Rennen und ich will versuchen in den Punkten zu landen", so Jarvis weiter. "Nach dem Start werde ich in der ersten Kurve und in der Haarnadel-Kurve viel Action erleben."

Albers stark im Zweijahreswagen

Die restlichen Neulinge im Feld findet man weiter unten in der Ergebnisliste. Jedoch konnte Christijan Albers zeigen, was mit einem 2006er Audi noch möglich ist. Dementsprechend zufrieden ist er mit Rang 14. "Der Freitag und der Samstagmorgen waren nicht einfach für uns", gab der Niederländer zu. "Aber wir haben versucht das Beste aus dem Auto herauszuholen." Das gelang mit dem Sprung in Q2 auch. Dort entschieden sich Albers und das Team keine neuen Reifen mehr aufzuziehen. "Das hätte nichts genützt und so habe ich morgen einen Satz Reifen mehr zur Verfügung als andere. Das kann ein echter Vorteil sein", hofft Albers. Schließlich waren die Longruns des Niederländers nicht sehr erfolgsversprechend.

"Gerade weil es so knapp ist, bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden."
Ralf Schumacher

Prominentester Neueinsteiger ist auf jeden Fall Ralf Schumacher. Er durfte sich ein paar Sekunden sogar über den Sprung ins Q2 freuen. Am Ende waren es nur 0,088 Sekunden, die ihn von Christijan Albers und damit vom rettenden 14. Platz trennten. "Gerade weil es so knapp ist, bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden", resümierte Schumacher später. "Zudem stehe ich im Vergleich zu meinen Jahreswagenkollegen nicht so schlecht da." Erstaunlicher Weise war Bruno Spengler letztes Jahr im gleichen Auto nicht viel schneller unterwegs. Bei einer Zeit von 1:34.369 Minuten, war er nur 0,056 Sekunden flotter.

Direkt hinter Schumacher landete sein Mücke-Teamkollege Maro Engel. "Mein erstes Qualifying in der DTM war eine schöne Erfahrung", lachte Engel. "Ich bin auch mit meiner Runde ganz zufrieden." Wie Schumacher verfehlte auch er nur knapp den Sprung in den nächsten Quali-Teil. Doch überrascht war er nicht über das enge Feld: "Darauf wurde ich sehr gut vorbereitet. Das hat mir jeder gesagt." Sein Ziel ist es auf jeden Fall das Rennen zu beenden.

"Nur wer ankommt, kann gute Ergebnisse einfahren."
Maro Engel

Noch auf dem letzten Platz liegt die zweite Dame im Feld, Katherine Legge. Sie hat noch große Probleme sich auf den Tourenwagen umzustellen. Da sie jahrelang nur Formelfahrzeuge gefahren ist, fehlt ihr besonders der Blick auf die Reifen. Zudem merkt sie nicht sofort wenn die Reifen anfangen zu blockieren. Viele Formel-Fahrer vor ihr hatten schon mit dem Problem der Fahrzeugabmessungen zu kämpfen.

Auch im Rennen werden wieder die Blicke der Zuschauer und Experten auf den Neueinsteigern ruhen. Alle werden versuchen den Start zu gut wie möglich hinter sich bringen, um im Rennen alle Möglichkeiten zu haben. Dazu sagte Maro Engel: "Nur wer ankommt, kann gute Ergebnisse einfahren."

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